Andachten

Andacht

Andacht 14.11.2018

14. November 2018 | Manfred Böttcher

Andacht 14.11.2018

Bildnachweis: m.voigt.1982 / photocase.de

Ob einer weise ist, liegt nicht am Alter; was recht ist, weiß man nicht aufgrund der Jahre. - Hiob 32,9 / Ein chinesisches Sprichwort sagt: „Die Weisheit des Lebens besteht im Ausschalten der unwesentlichen Dinge.“ Und von Winston Churchill stammt die Aussage: „Ein weiser Mann ist nicht einer, der keine Fehler macht, sondern einer, der einen Fehler nicht zweimal macht.“Im alltäglichen Sprachgebrauch wird Weisheit oft mit angewandter Intelligenz gleichgesetzt, und wenn jemand nicht mehr weiterweiß, wird mitunter eine Wendung aus Goethes Faust herangezogen: „mit seiner Weisheit am Ende sein“. Der DUDEN erklärt Weisheit als „auf Lebenserfahrung, Reife ... und Distanz gegenüber den Dingen beruhende, einsichtsvolle Klugheit“.Die Bibel setzt bei der Erklärung der Weisheit wesentlich tiefer an. In den Sprüchen geht Salomo häufig auf Weisheit ein. Grundlegend war für ihn: „Den Herrn ernst nehmen ist der Anfang aller Weisheit. Gott, den Heiligen, kennen ist Einsicht“ (Spr 9,10 GNB) Nach dem Zeugnis der Bibel besteht Weisheit vor allem in der Anerkennung Gottes. Weisheit ist folglich nicht verfügbar, wie man sich irgendein Wissen aus Lehrbüchern aneignen kann.Worin beweist sich Weisheit in unserem Leben? Jeder hat seinen eigenen Schatz von Erfahrungen gesammelt. Aber wir benötigen Weisheit, wenn es darum geht, sie weiterzugeben. Das Alter allein macht noch niemanden weise. Im Gegenteil: Wer Jüngeren beweisen will, dass früher alles besser war, ist töricht. Ihm entgegnet Salomo: „Sprich nicht: Wie kommt’s, dass die früheren Tage besser waren als diese? Denn du fragst das nicht in Weisheit.“ (Pred 7,10)Weisheit zeigt sich unter anderem dann, wenn Ältere sich der Verantwortung bewusst sind, dass sie einen positiven Einfluss auf Jüngere ausüben sollten. Das geschieht nicht durch Besserwisserei! Wohl aber durch ein ehrliches Zeugnis von dem, was Jesus in deinem Leben bewirkt hat: Wie du durch ihn selbst in schwierigen Situationen am Glauben festhalten konntest, aber er dich auch dann nicht aufgab, wenn du versagt hattest.In diesem Sinn gab Mose vor seinem Tod Jüngeren und Älteren in Israel den Rat: „Erinnert euch an ferne Zeiten, fragt eure Väter, wie es früher war, und eure Alten fragt, woher ihr kommt!“ (5 Mo 32,7 GNB)

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