Andachten

Andacht

Andacht 10.11.2018

10. November 2018 | Krimhild Müller

Andacht 10.11.2018

Bildnachweis: designritter / photocase.de

Da machte sich Jonatan, Sauls Sohn, auf und ging hin zu David nach Horescha und stärkte sein Vertrauen auf Gott. - 1. Samuel 23,16 / David war auf der Flucht vor König Saul. Er lebte in ständiger Gefahr und musste vieles entbehren. Oft wusste er nicht, was er essen und wo er schlafen sollte. Obwohl er von Samuel zum König gesalbt worden war, schien es zunächst, als würde dieser göttliche Plan nicht in Erfüllung gehen. So wurde der Glaube Davids auf eine harte Probe gestellt.Wie gut, dass er einen Freund hatte, der ihm nahestand und sich um ihn sorgte; der eine lange Reise auf sich nahm, um ihn zu besuchen und ihm Mut zuzusprechen. Jonatan suchte den Flüchtling in der Wüste auf und „stärkte sein Vertrauen auf Gott“. Vielleicht erinnerte er David an die göttlichen Verheißungen, die sich schon oft in der Geschichte seines Volkes erfüllt hatten. Auf den Gott, der Israel aus Ägypten befreit und 40 Jahre lang in der Wüste ernährt hatte, konnte auch David sein ganzes Vertrauen setzen. Vielleicht erinnerte Jonatan ihn auch an seine persönlichen Erfahrungen mit Gott, als dieser noch als Hirte die Schafe seines Vaters hütete und sie mit Gottes Hilfe vor Löwen und Bären beschützen konnte; als er schrieb, dass der Herr sein Hirte sei und er deshalb keinen Mangel habe. Was auch immer Jonatan ihm gesagt haben könnte, David erlebte, was treffend in den Sprüchen steht: „Ein Freund liebt allezeit, und ein Bruder wird für die Not geboren.“ (Spr 17,17)Auch wir haben einander nötig und brauchen uns gegenseitig. Jeder von uns wird im Alltag mit verschiedenen Schwierigkeiten konfrontiert. Wir sind im übertragenen Sinne auch oft auf der Flucht, kommen in Versuchungen, die uns zu Fall bringen können, oder verlieren allen Mut und jede Hoffnung. Wie gut tun uns dann das Mitgefühl, Verständnis und der Zu-spruch einer uns nahestehenden Person.Wie stärkend sind ermutigende, aufbauende Worte eines Mitmenschen, der uns ein göttliches Versprechen in Erinnerung ruft und unsere Gedanken zum großen, allmächtigen Gott im Himmel lenkt. Oder ein Freund, der uns daran erinnert, dass wir nichts für die Zukunft zu befürchten haben, wenn wir nicht vergessen, wie der Herr uns in der Vergangenheit geführt hat. „So ermutigt und tröstet einander, wie ihr es ja auch bisher getan habt.“ (1 Ths 5,11 Hfa)

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