Andachten

Andacht

Andacht 30.10.2018

30. Oktober 2018 | Albrecht Höschele

Andacht 30.10.2018

Bildnachweis: claudiarndt / photocase.de

Er glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte, und ging. - Johannes 4,50 / Als junger, unerfahrener Autofahrer erlebte ich, wie mein Fahrzeug auf winterlicher Straße plötzlich ins Rutschen geriet und sich überschlagen wollte. Doch dort, am tiefen Graben einer Waldroute entlang, hatte „zufällig“ eine Bettmatratze gelegen. Kaum zu glau-ben - und dieses Erlebnis hat später auch so manchen Nichtgläubigen nachdenklich gemacht und auf Gott zubewegt!Auch der Glaube eines königlichen Beamten am See Tiberias ist seinerzeit durch eine spezielle Erfahrung gewachsen: Nach lebensgefährlicher Erkrankung seines Sohnes hörte er von Jesus und eilte sechs Stunden die Berge von Kana hinauf, um ihn zu treffen. Der „mahnte“ zuerst: „Ihr alle glaubt mir nur, wenn ihr Aufsehen erregende Wunder seht.“ (Joh 4,48 GNB) Dann erbarmte er sich dennoch mit den Worten: „Geh hin, dein Sohn lebt.“ Dieser israelische Mann glaubte ihm aufs Wort, hastete zurück, und sein Kind war im selben Augenblick geheilt.Dreimal ist in dieser Geschichte vom Glauben die Rede: In Vers 48 in dem Vorwurf, nur aufgrund von Wundern zu glauben; in Vers 50, in dem geschildert wird, wie der Beamte auf Jesu Wort hin glaubt und im Wissen um den genesenen Sohn wieder die 30 Kilometer nach Kapernaum zurückläuft; in Vers 53 schließlich ist von seiner ganzen Sippe die Rede, die begann, an Jesus zu glauben.Es ist eine Steigerung - denn lediglich zu glauben, dass Gott etwas Unglaubliches tun kann, wäre zu schwach, zu wenig. Dann hätte man ihn als „Wundertäter“ gefeiert und nur gelegentlich wieder konsultiert - wie einen Arzt. Die Verheißung aus Psalm 50,15 drückt es passend aus: „Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen.“ Hier folgt das Wunder dem Glauben, nicht umgekehrt.Zu Jesus zu kommen ganz ohne Druck oder Perfektion meint kein Gebet wie: „Lieber Gott, bitte mach dies, tu das ...!“, sondern eines, wie Johannes schreibt: „... damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen.“ (Joh 20,31)Dann dürfen wir auch sicher sein, dass er uns in allen Berg- und Talfahrten unseres Lebens begleitet und sicher ans Ziel bringt.

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