Andachten

Andacht

Andacht 26.10.2018

26. Oktober 2018 | Eberhard Schulze

Andacht 26.10.2018

Bildnachweis: BeneA / photocase.de

Stricke des Todes hatten mich umfangen, des Totenreichs Schrecken hatten mich getroffen; ich kam in Jammer und Not ... Denn du hast meine Seele vom Tode errettet, mein Auge von den Tränen, meinen Fuß vom Gleiten. Ich werde wandeln vor dem HERRN im Lande der Lebendigen. - Psalm 116,3.8-9 / Das Great-Barrier-Riff vor der Küste Queenslands, Australien, ist ein Paradies für Taucher. Um die Taucher vor Haien zu schützen, sind im Meer Netze aufgehängt worden. Strandbesucher beobachteten eines Tages, wie sich ein Wal im Netz verfing. Ein Taucher der Küstenwache und Rettungsschwimmer halfen dem Tier. Der Taucher befreite den Wal vom Netz. Er brauchte eine Stunde, tauchte immer wieder und zerschnitt Masche um Masche, bis der Wal frei war.Ich kann mir gut vorstellen, wie der Wal um sein Leben kämpfte. Er war jedoch in einer aussichtslosen Position. Je mehr er kämpfte, desto näher kam er dem Tode. Doch da erreichte ihn Hilfe von außen. Wir können die Situation, in der sich der Wal befand, auf uns übertragen. Die Heilige Schrift sagt über uns, dass wir in der Sünde gefangen und verlorene Menschen sind. Gott aber liebt uns und hatte nie die Absicht, unser Leben zeitlich zu begrenzen. Durch die Sünde leben wir jedoch nicht mehr unendlich.Oft genug beklagen wir unsere Hilflosigkeit, die ganz unterschiedlich aussehen kann; Krankheit, Tod und menschliche Schwächen sind unsere Gegner. Der Apostel Paulus schreibt: „Was bin ich doch für ein elender Mensch! Wer wird mich von diesem Leben be-freien, das von der Sünde beherrscht wird? Gott sei Dank: Jesus Christus, unser Herr!“ (Röm 7,24-25 NLB)Zum Helfen gehören immer zwei: Jemand, der hilft - also die Hilfe von außen -, und jemand, der sich helfen lässt.Der Psalmschreiber hat die Erfahrung gemacht, dass Gott ihm helfen kann. Ähnlich wie der Wal, der sich im Netz verfangen hatte, war auch er von „Stricken des Todes“ gefangen. Darin kann ich mich wiederfinden. Wir alle müssen irgendwann sterben. Das kann lähmen und unfrei machen. Dabei muss es aber nicht bleiben: „du hast meine Seele vom Tode errettet ...“ Genau wie der Wal vom Netz befreit wurde, können auch wir von den Stricken des Todes errettet werden durch Jesus Christus. Wir müssen uns nur helfen lassen!

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