Andachten

Andacht

Andacht 29.09.2018

29. September 2018 | Daniela Weichhold

Andacht 29.09.2018

Bildnachweis: lama-photography / photocase.de

Ich behalte dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht wider dich sündige. - Psalm 119,11 / In der Stadt Aachen gibt es ein schönes Thermalbad, das ich gerne ab und zu besuche. Als ich mich einmal dort aufhielt, beschloss ich, die Außenanlagen zu erkunden. Ich war ziemlich beeindruckt, als ich an einem sonnenbeschienenen Hügel stand. Ganz oben im Schatten zwischen den Bäumen stand ein rundes Gebäude mit sechs Säulen, das wie ein Schrein aussah. Von diesem Schrein plätscherte ein kleiner Wasserfall die treppenförmigen Stufen hinunter, die von Zementmauern begrenzt waren. Neben jeder Stufe war links und rechts eine Hecke ebenfalls in Treppenform angelegt. Mir erschien diese Anlage wie ein Kunstwerk.Abenteuerlustig wie ich bin, wollte ich diesen besonderen Ort etwas näher erkunden. Ich sah zwar ein Schild auf dem Gras, auf dem „Betreten verboten“ stand, aber da ich das Gras nicht betrat, sondern direkt die Zementmauern, die den Wasserfall einrahmten, dachte ich, dies sei erlaubt. So ging ich die stufenförmigen Mauern neben dem fließenden Wasser hoch. In diesem Moment rief mich eine Dame, die im Café neben der Anlage arbeitete. Sie gab mir zu verstehen, dass ich dort nicht klettern durfte. Beschämt machte ich mich sofort auf den Weg nach unten. In diesem Moment verlor ich jedoch das Gleichgewicht. Gott sei Dank war ich in der Lage, den Sturz mit meinen Händen abzufangen, denn andernfalls wäre ich auf meinen Rücken gefallen. Das Resultat war nur eine kleine Wunde an meinem rechten Fuß.Mit der Sünde ist es oft ganz ähnlich: Wie viele Male habe ich Satans Territorium betreten, ohne dass mir bewusst war, dass ich auf gefährlichem Boden war? Wie oft brauchte ich jemanden, der mich korrigierte, bevor mir bewusst wurde, dass ich falsch lag? In dieser Begebenheit bin ich glimpflich davon gekommen. Es gibt jedoch Sünden, die ich in meinem Leben begangen habe, die ernstere Folgen hatten. Hätte ich doch damals nur auf die Stimme des Heiligen Geistes gehört; hätte ich doch nur die Warnschilder beachtet, die mir ganz klar durch Gottes Wort und gläubige Mitmenschen gezeigt wurden! Dies hätte mir sicher einiges erspart.Ich möchte auf die Stimme hören, die weiß, was das Beste für mich ist. Unser Herr wird dir und mir Kraft schenken, wenn wir mit ihm verbunden bleiben!

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