Andachten

Andacht

Andacht 06.04.2018

06. April 2018 | Holger Teubert

Andacht 06.04.2018

Bildnachweis: ig3l / photocase.de

Wer auf euch hört, der hört auf mich. Und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab. - Lukas 10,16 / Als die Computer noch nicht so leistungsfähig waren wie heute und eine 40-Megabyte-Festplatte als echter Fortschritt galt, versuchte eine Sekretärin des Luthe­rischen Weltbundes in Genf auf ihrem PC den Begriff „confession“ (Bekenntnis) einzugeben. Doch das Text­verarbeitungsprogramm kannte das Wort nicht. Es zeigte stattdessen als Alternative die Vokabel „confusion“ (Verwirrung) auf dem Bildschirm an. Stiftet das Glaubensbekenntnis nun Verwirrung? Da nur noch 10,9 Prozent der Katholiken und 3,5 Pro­zent der Protestanten regelmäßig den Gottesdienst besuchen, haben auch viele Christen lediglich eine verschwommene Vorstellung von Gott, Christus und dem Christsein. Man kann also einer Kirche angehö­ren, ohne an einen persönlichen Gott zu glauben. Man kann sich als Christ bezeichnen, ohne sich zu Jesus Christus als Gottes Sohn zu bekennen. Doch diese Verwirrung ist nicht ungewöhnlich, denn die eigene Meinung über solche Fragen ist kein zuverlässiger Maßstab. Wie Gott wirklich ist, kann eigentlich nur er selbst beantworten. Diese Antwort finden wir in seinem Wort, in der Bibel. Außerdem hat Gott Menschen, die nicht nur dem Namen nach Christen sind, beauftragt, anderen Men­schen aus eigenem Erleben zu sagen, wie Gott wirklich ist: „Wer auf euch hört, der hört auf mich. Und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab.“ Hierbei ist zu beachten: Wenn Christen im Auftrag Gottes sprechen, können sie das nur tun, wenn ihre Botschaft auch mit der Bibel übereinstimmt. Die Hei­lige Schrift ist weder altmodisch noch modern, sie ist zeitlos. Das bedeutet: Sie passt sich nicht gerade vor­herrschenden populären Meinungen an. Manche Aussagen in Gottes Wort könnten als eng­stirnig aufgefasst werden, etwa wenn die Bibel Egois­mus, Leben auf Kosten anderer, Diskriminierung oder einen Seitensprung als Sünde bezeichnet. Das ist doch viel zu kleinlich, könnten manche denken. Daher wer­den Christen, die das Wort Gottes ernst nehmen, oft selbst nicht ernst genommen. Doch nur ein sicherer Maßstab führt uns aus der Verwirrung unserer Tage heraus. Die Bibel ist und bleibt dieser Maßstab und unsere Orientierung.

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