Andachten

Andacht

Andacht 10.07.2017

10. Juli 2017 | Wilfried Ninow

Andacht 10.07.2017

© Foto: adventisten.de

Doch ist ja seine Hilfe nahe denen, die ihn fürchten, dass in unserm Land Ehre wohne; dass Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen. Psalm 85,10-11

Es gibt einen Roman von Thomas Morus mit dem Titel Utopia. Übersetzt bedeutet dieses lateinische Wort: Land, das nirgends ist. Der Verfasser meinte damit ein Traumland, ein erdachtes Land, in dem ein gesell­schaftlicher Idealzustand herrscht. Wir müssen aber schmerzlich zur Kenntnis nehmen, dass ein solches Land auf unserem Planeten nicht zu finden ist. Viel­mehr sagen uns die Nachrichten, dass es an die 40 kriegerische Auseinander-setzungen auf dieser Welt gibt. Noch eine Zahl: 2013 gab es in Deutschland fast 150.000 Wohnungseinbrüche, das heißt alle 3⅟₂ Mi­nuten ein Einbruch. Das ist nicht das Land Utopia, sondern die deutsche Wirklichkeit. Und dann lesen wir in den Psalmen von dem Land, in dem Ehre, Güte, Gerechtigkeit und Frieden präsent sein sollen. Möch­ten wir nicht in einem solchen Land wohnen, in einer solchen Gesellschaft leben? Der Psalmist sehnte sich danach und bat Gott, diese Zustände zu schaffen.

Doch selbst im Land Kanaan gelang dies Gott nicht. Und natürlich sind auch alle menschlichen Ver­suche, ein solches Land zu bauen, kläglich gescheitert. Das mag der Wunsch vieler Staatsmänner gewesen sein, aber niemand konnte ihn verwirklichen.

Ein Land mit diesen Zuständen kann nur Gott schaffen - und er wird es eines Tages tun auf einer erneuerten Erde. Doch dazu braucht er Menschen, die diese Zustände nicht wieder verderben. Der Beginn des neuen, ewigen Lebens ist in Jesus Christus be­gründet. Als er in dieser Welt war, hat er die Menschen zur „Buße“ aufgerufen (Mk 1,15) - ein sehr missver­ständlicher Begriff. Das zugrundeliegende Wort be­deutet „Sinnesänderung“, d.h. ein neues Denken, eine neue Gesinnung ist erforderlich. Jesus sagte zu Niko­demus: „Nur wer von oben her geboren wird, kann Gottes neue Welt zu sehen bekommen.“ (Joh 3,3 GNB) Ohne diesen geistlichen Neuanfang verfehlen wir das Land, in dem Ehre, Güte, Gerechtigkeit und Frieden herrschen.

Schon hier dürfen wir die ersten Schritte auf dem neuen Grund und Boden tun. Hier schon erleben Men­schen das Heilwerden und die Freude, dass sich ihre Wünsche vom Reich Gottes erfüllen - dem Reich der Gnade, präsent in der Gemeinde Christi.

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