Andachten

Andacht

Andacht 09.07.2017

09. Juli 2017 | Joachim Hildebrandt

Christus ist mein Leben. Philipper 1,21

Mir wurde einmal die Aufgabe gestellt zu erklären, was Jesus Christus mir persönlich bedeutet. Paulus hat diese Frage für sich mit den obigen vier Worten beantwortet. Was das im Einzelnen in meinem Leben bedeutet, sagt Gott in seinem Wort. Einige Beispiele:

Christus liebt mich! Das hat Jesus seinen Jüngern in seinen Abschiedsreden ausdrücklich versichert: „Wie mich mein Vater liebt, so liebe ich euch auch.“ (Joh 15,9) Ich bin Jesus so wertvoll, dass er für mich gestorben ist.

Christus hat mich angenommen! Paulus begründe­te seine Forderung an die Christen in Rom, einander anzunehmen, damit, dass Christus uns angenommen hat (Röm 15,7). Ich habe keinen Grund, daran zu zweifeln. „Ich bin von Gott angenommen, so wie ich bin, und nicht, wie ich sein sollte. Das Letztere zu ver­treten, wäre reines Gerede, denn ich bin nie, wie ich sein sollte“, sagte der Pfarrer und Autor Anton Kner.

Ich muss mich nicht vor Gottes Gericht fürchten! „Darin ist die Liebe bei uns vollkom-men, dass wir Zuversicht haben am Tag des Gerichts ... Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht rechnet mit Strafe.“ (1 Joh 4,17-18)

Ich habe einen Fürsprecher bei Gott! „Wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus.“ (1 Joh 2,1) Gott erwartet von mir keine Perfektion. „Mir ist’s wegen angeborener ... Schwachheit bisher unmöglich gewesen, den Anforde­rungen Gottes zu genügen“, bekannte Martin Luther. Doch Christus stellt mich hier und heute „heilig und untadelig und makellos“ vor Gott, denn durch seinen Tod hat er mich mit Gott versöhnt (Kol 1,22).

Durch Christus bin ich Gottes Kind und Erbe des Reiches Gottes (Röm 8,17).

Diesen und vielen anderen Zusagen Gottes zu vertrauen ist für den gläubigen Christen weder anma­ßend noch überheblich. Es sind Geschenke der Gnade Gottes; aber es gibt keinen Grund, auf diesen Ge­schenken auszuruhen. Paulus, der immer wieder die Gnade Gottes betonte, wies auch darauf hin, dass Gnade uns nicht nur Vergebung schenkt, sondern auch unser Leben verändert: „Sie bringt uns dazu, dem Leben ohne Gott und allen sündigen Leiden­schaften den Rücken zu kehren. Jetzt, in dieser Welt sollen wir besonnen, gerecht und voller Hingabe an Gott leben.“ (Tit 2,12 NLB)

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