Andachten

Andacht

Andacht 08.07.2017

08. Juli 2017 | Marit Krejcek

Andacht 08.07.2017

© Foto: adventisten.de

Ich stehe dir bei; ich behüte dich, wo du auch hin­gehst, und bringe dich heil wieder in dieses Land zurück. Niemals lasse ich dich im Stich; ich stehe zu meinem Versprechen, das ich dir gegeben habe. 1. Mose 28,15 (Hoffnung für alle)

Gute Freunde sind rar, vor allem solche, die mit uns „durch dick und dünn gehen“. Diese bekannte Rede­wendung hat nichts mit dem Gewicht zu tun, sondern sie knüpft an die alte Bedeutung des Wortes „dick“ im Sinne von „dicht“ an. Gemeint war in früherer Zeit, mit einem einsamen Menschen durch dicht und dünn bewachsenes Gelände zu gehen, ihm also auch in der Gefahr beizustehen. Das war überlebenswichtig, denn in waldreichen Gegenden mit ausladenden Bäumen und dichtem Gebüsch warteten gnadenlose Räuber auf fette Beute. Wer eine gut gerüstete Begleitung bei sich hatte, war besser geschützt. Im heutigen Sprach­gebrauch verstehen wir darunter: Jemand hält in allen Lebenslagen zu uns und steht uns bei. Er erweist sich als echter Freund.

Wie unser Andachtswort zeigt, bekam auch der Betrüger Jakob in schwerer Zeit solch ein unmissver­ständliches Angebot von Gott. Der Allmächtige mach­te ihm keine Vorwürfe, sondern stellte sich ihm im Traum als solch ein wahrer Freund vor, der mit ihm „durch dick und dünn“ gehen und ihn bewahren woll­te. Solch eine kompetente und liebevolle Begleitung konnte Jakob sehr gut gebrauchen, denn schließlich hatte er einen langen Weg (1250 km durch einsames Gebiet) und eine beschwerliche Reise vor sich. Er ließ sich auf Gottes Zusage ein, und Gott machte sein Ver­sprechen wahr.

Aus Dankbarkeit errichtete Jakob ihm ein Denk­mal, das auch uns daran erinnern soll: Selbst wenn wir in großen Schwierigkeiten stecken, verlässt Gott uns nicht. Er ist viel größer und barmherziger, als wir uns das vorstellen. Wir brauchen uns nicht von aller Welt verlassen zu fühlen; denn Gott ist uns immer noch nah, und er will uns helfen. „Er sehnt sich danach, dass wir in ihm den liebenden Vater und den guten Freund sehen ... Er verurteilt nicht, sondern vergibt. Er handelt nicht willkürlich, sondern folgerichtig. Er ist nicht launisch, sondern gleichbleibend verlässlich ... Gott ist hundertprozentig gut.“ (Ty Gibson, Gott mit neuen Augen sehen, Advent-Verlag Lüneburg, S. 107.108)

Wer braucht nicht solch einen guten Freund? Ver­traue dich ihm unbedingt an!

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