Andachten

Andacht

Andacht 06.07.2017

06. Juli 2017 | Gerhard Zahalka

Andacht 06.07.2017

© Foto: adventisten.de

[Jesus sagte]: „Wer gerade auf dem Feld ist, soll nicht einmal mehr zurückschauen, um sein Haus noch einmal zu sehen. Denkt an Lots Frau!“ Lukas 17,31-32 (Gute Nachricht Bibel)

In einer Predigt über seine Wiederkunft forderte Jesus die Zuhörer auf, an Lots Frau zu denken. Aber warum? Warum sollen wir an eine Frau denken, von der wir noch nicht einmal den Namen kennen? Wir wissen von Lots Frau so gut wie nichts, außer dass sie zwei Töchter hatte und auf der Flucht aus der gerichts­reifen Stadt Sodom umkam (1 Mo 19,24-26).

Fliehen, ohne auch nur zurückzublicken, wurde von Lot, von ihr und ihren Töchtern verlangt. Für sie war das zu viel verlangt. Sie sah zurück und erstarrte zur Salzsäule. Dieser eine Blick zurück war keine zufällige, unschuldige Augenblicksregung, sondern Ausdruck einer Verbundenheit mit Sodom, die ihr schließlich zum Verhängnis wurde. Sie sah zurück und bewies dadurch, dass sie vermessen genug war, sich dem Gebot Gottes zu widersetzen und alles zu riskieren, um einen letzten, sehnsuchtsvollen Blick auf die verurteilte und schuldige Stadt zu werfen. Durch diesen Blick kam sie um. Ihr Schicksal soll uns eine Warnung sein: Die Liebe zur Welt bringt den Tod.

Lot hatte eines Tages das abgesonderte Zeltleben aufgegeben und war mit seiner Familie nach Sodom gezogen. Er war stark genug, der Sittenlosigkeit dieser Städter zu widerstehen, aber er war nicht stark genug, Einfluss auszuüben. Petrus berichtet uns, dass der rechtschaffene Lot unter dem zügellosen Leben der Sodomiter litt (2 Ptr 2,7-8). Das lasterhafte Treiben seiner Mitbürger betrübte ihn, aber seine beiden Töchter waren mit Männern aus Sodom verlobt und ihr späteres Verhalten zeigte, dass der verderbliche Einfluss Sodoms nachhaltig war.

Wenn wir den Zusammenhang beachten, wird deutlich, dass Jesus vom Jüngsten Tag sprach, und die Menschen, die vor seiner Wiederkunft leben würden, ermahnte, sich unter keinen Umständen ablenken zu lassen vom Streben nach dem Ziel. „An dem Tag aber, an dem Lot die Stadt Sodom verließ, fiel Feuer und Schwefel vom Himmel und vernichtete sie alle“, sagte Jesus. „Ganz genauso wird es an dem Tag sein, an dem der Menschensohn erscheint.“ (Lk 17,29-30 GNB) Dann folgt das zitierte Andachtswort. Jesus spricht zu uns und in unsere Zeit hinein und will uns damit davor bewahren, auf der „Zielgeraden“ - wie Lots Frau - tragisch zu scheitern.

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