Andachten

Andacht

Andacht 01.07.2017

01. Juli 2017 | Rafael Schäffer

Andacht 01.07.2017

© Foto: adventisten.de

Ich sah, wie die Stadt Gottes, das neue Jerusa­lem, von Gott aus dem Himmel herabkam: festlich geschmückt wie eine Braut an ihrem Hochzeitstag ... Die Grundsteine der Stadtmauer schmückten die verschiedensten Edelsteine. Der erste Grundstein war ein Jaspis, der zweite ein Saphir, der dritte ein Chalzedon, der vierte ein Smaragd, der fünfte ein Sardonyx, der sechste ein Karneol, der sieb­te ein Chrysolith, der achte ein Beryll, der neunte ein Topas, der zehnte ein Chrysopras, der elfte ein Hyazinth und der zwölfte ein Amethyst. Offenbarung 21,2.19-20 (Hoffnung für alle)

Im Keller habe ich eine kleine Mineraliensammlung, in der fast alle hier genannten Edelsteine vorhanden sind. Damit ein Mineral als Schmuck- oder Edelstein gilt, müssen einige Kriterien erfüllt sein. Erstens muss die Farbe oder der Glanz von außergewöhnlicher Schönheit sein. Zweitens ist eine große Härte erfor­derlich, damit das Mineral nicht von anderen Mate­rialien beschädigt wird. Drittens muss das Mineral beständig sein gegenüber vielen physikalischen und chemischen Einflüssen. Es darf bei Kontakt mit Wasser, Luft oder chemischen Stoffen und bei Tempe­raturänderungen nicht reagieren oder sich in irgend­einer Weise verändern.

Wenn eine dieser Eigenschaften nicht erfüllt ist, ist ein Mineral kein Edelstein. Pyrit zum Beispiel ist ein relativ häufiges, goldglänzendes Mineral, das oft die Gestalt eines schönen Würfels aufweist. Durch den Sauerstoff der Luft oxidiert das Mineral allmäh­lich, die Farbe und der Glanz gehen dabei verloren. Bei hohen Temperaturen oder in Kontakt mit einer Säure zerfällt Pyrit schnell zu einem Pulver bzw. löst sich auf. Obwohl die rein äußeren Kriterien erfüllt sind, ist Pyrit daher kein Edelstein. Es sieht Gold täuschend ähnlich, besteht jedoch aus den Elementen Eisen und Schwefel. Deswegen wird es im Volksmund auch „Katzengold“ oder „Narrengold“ genannt. Verglichen mit echtem Gold ist es wertlos.

Christen hoffen, dass Gott unsere Welt erneuern wird und wir Menschen mit ihm im Neuen Jerusalem zusammenleben werden. Diese Stadt wird nicht nur unfassbar schön sein, sondern auch ewig bestehen. Dass die Grundsteine der Stadtmauer mit verschiede­nen Edelsteinen geschmückt sein werden, steht sym­bolhaft für den ewigen und unvergänglichen Bestand unserer zukünftigen Heimat. Darüber können wir uns freuen, darauf sollen wir uns vorbereiten.

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