Andachten

Andacht

Andacht 25.06.2017

25. Juni 2017 | Lothar Wilhelm

Andacht 25.06.2017

© Foto: adventisten.de

Ich allein bin die Tür. Wer durch mich zu meiner Herde kommt, der wird gerettet werden. Er kann durch diese Tür ein- und ausgehen, und er wird saf­tig grüne Weiden finden. Der Dieb kommt, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten. Ich aber bringe Leben - und dies im Überfluss. Johannes 10,9-10 (Hoffnung für alle)

Vor allem junge Menschen sagen, dass sie das Leben genießen möchten. Der Wunsch, das Leben mit all seinen Möglichkeiten auszuschöpfen, es „in Fülle“ zu erleben, ist etwas Göttliches. Diese Sehnsucht ist ein Funke aus dem Paradies, ein tiefes Ahnen, dass es et­was Besseres gibt als das, was wir täglich erleben. Auf der „grünen Weide“, die Jesus verheißt, findet nicht nur jeder, was er braucht, sondern er kann auch „ein- und ausgehen“, also Sicherheit und Freiheit genießen.

Jesus fügte seiner Verheißung aber eine Warnung an. Denn die Sehnsucht, die wir in uns verspüren, ist nicht nur Antriebskraft, nach Besserem zu streben, sondern setzt uns auch der Verführbarkeit aus; denn es gibt den „Dieb“! Da ist einer, der ebenfalls ver­spricht, unser Sehnen zu stillen, aber er kommt, um zu stehlen, zu würgen und uns sogar umzubringen.

Von allem Glück, von allem Schönen, von allem, wonach wir streben, gibt es auch eine satanische Fäl­schung. Sie vermag berauschende Gefühle des Glücks und intensivste Augenblicke der Befriedigung zu bie­ten, aber dahinter steckt der „Dieb“. Er verfolgt nur ein Ziel: Was er gegeben hat, wird er sogleich wieder nehmen, damit jeder hungrig zurückbleibt und nach mehr verlangen muss. Das wiederholt er so lange, bis er den Suchenden im Würgegriff der Abhängigkeit hat. Glück und Freiheit sind weg, und am Ende stehen Verzweiflung und Tod, denn das ist es, was der Böse will: jeden Menschen umbringen.

Jesus schildert den „Dieb“ als einen, der kein Inte­resse an den Schafen hat. Ihm geht es nicht um das Wohl der ihm Anvertrauten, sondern nur um seine Macht. Gemeinschaft, Vertrauen und Liebe sind ihm nicht wichtig. Darum sind seine Glücksangebote fast immer materieller Art. Wer meint, er könne das Lebensglück durch kurzfristige Bedürfnisbefriedi­gung erlangen, ist ihm bereits auf den Leim gegangen.

Jesus sagt: „Ich bin die Tür.“ Geborgenheit und Freiheit, bleibende Erfüllung im Leben, den Eingang zur „saftig grünen Weide“ finden wir nur auf dem Weg mit ihm. Im Vertrauen zu ihm und durch seine Liebe wird unsere Sehnsucht erfüllt.

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