Andachten

Andacht

Andacht 23.06.2017

23. Juni 2017 | Roland Nickel

Andacht 23.06.2017

© Foto: adventisten.de

Denn so spricht der allmächtige Herr, der Heilige Israels: „Durch Umkehr und Ruhe könntet ihr geret­tet werden. Durch Stillsein und Vertrauen könntet ihr stark sein. Aber das wollt ihr nicht.“ Jesaja 30,15 (Neues Leben Bibel)

Nachdem eine Fußballmannschaft mehrere Spiele hintereinander verloren hatte, hörte man vom Trainer und den Spielern Aussagen wie diese: „Wir müssen noch mehr trainieren, hart arbeiten, und vor allen Dingen müssen wir auf uns schauen.“ Das ist im Fuß­ball nicht anders als in unserer Gesellschaft. Wenn wir erfolgreich sein wollen, müssen wir mehr Leistung bringen, uns auf unsere Stärken konzentrieren und uns grenzenlos einsetzen. Manche sagen: „Wir müs­sen uns am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen.“

Eine solche Haltung mag im Fußball erfolgreich sein, aber für Gläubige wäre sie fatal. Der Prophet Jesaja klagte das Volk Gottes an, weil es sein Schicksal selbst in die Hand nehmen wollte. Ohne Gott zu fragen, wollten sie mit Ägypten einen Pakt schließen, damit sie Sicherheit und Schutz erhielten. Die Gebote und Gottes Weisungen waren ihnen egal. Aber es soll­te ihnen nichts nützen (Jes 30,1-3).

Natürlich, manchmal möchten wir die Probleme gern selbst lösen; wir können doch nicht nur passiv abwarten! Manchmal fehlt uns auch die Geduld oder wir wissen einfach besser, wie es geht. Allerdings: Bei wichtigen Entscheidungen in unserem Leben und Glauben, wenn es um unsere Sicherheit, die Zukunft oder unsere Erlösung geht, liegt die Lösung nicht in unserem eigenen Handeln, sondern in Gott selbst, wie unser Andachtstext deutlich macht. In der Hinwen­dung und im Vertrauen zu ihm, in der Umkehr von verkehrten Wegen und im Verzicht auf eigene An­strengungen, uns selbst zu helfen.

Wir können uns auf seine Hilfe verlassen: „Denn der Herr ist ein gerechter Gott. Glücklich ist, wer auf ihn vertraut ... Er wird dir sicherlich gnädig sein, wenn du ihn um Hilfe bittest. Dein Rufen erhört er sofort.“ (V. 18-19 NLB) Ellen G. White bestätigte dies, indem sie im Anschluss an den zitierten Andachtstext schrieb: „Wenn du die Gemeinschaft mit Christus suchst und dich ihm jeden Tag anvertraust ... dann werden alle deine Klagen verstummen, alle deine Schwierigkeiten verschwinden und alle verwirrenden Probleme, denen du gegenüberstehst, gelöst werden.“ (Das bessere Leben im Sinne der Bergpredigt, S. 103) Auf dieses Versprechen können wir uns verlassen.

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