Andachten

Andacht

Andacht 11.06.2017

11. Juni 2017 | Günter Lentzsch

Andacht 11.06.2017

© Foto: adventisten.de

Der Herr sagte zu Mose: Richte den Israeliten aus: ,Ihr habt erlebt, wie ich vom Himmel her mit euch ge­sprochen habe. Darum sollt ihr keine anderen Götter neben mir haben. Macht euch keine silbernen und goldenen Götzenbilder! Macht mir einen Altar aus aufgeschütteter Erde! Darauf sollt ihr mir eure Opfer darbringen ... Ihr könnt das an jedem Ort tun, den ich zum Heiligtum für mich bestimmen werde. Über­all dort werde ich euch nahe sein und werde euch Glück und Segen schenken. 2. Mose 20,22-24 (Gute Nachricht Bibel)

Diese Anweisung lesen wir im gleichen Abschnitt der Bibel, in dem auch die Zehn Gebote stehen. Sie ist eine Ergänzung des zweiten Gebotes, in dem das Anferti­gen von Gottesbildern und die Anbetung von Götzen verboten werden.

Weil Jesus sich als das wahre Opfer für unsere Schuld hingegeben hat, brauchen wir gemäß dem Neuen Testament keine Altäre für Tieropfer mehr. Aber die Anweisung, die Gott damals gegeben hat, ist dennoch bemerkenswert. Es waren keine prunkvollen Altäre nötig, es genügte ein Erdhügel. Wenn später für den Bau des Heiligtums nach Gottes Anweisungen viel Gold und Silber und andere wertvolle Materialien verwendet wurden, ist das kein Widerspruch.

In der biblischen Geschichte wird berichtet, dass die Gefahr, in den Götzendienst zu verfallen, auch in Israel häufig bestand. Weil die Israeliten in einem Kampf gegen die Philister besiegt worden waren, hol­ten sie die goldene Bundeslade aus dem Heiligtum und nahmen sie in den nächsten Kampf mit. Aber sie unterlagen trotzdem wieder, und die Lade geriet in Feindeshand. Heilige Gegenstände können uns nicht schützen, sondern nur Gott selbst.

Auch wir brauchen keine kunstvollen Altäre oder prachtvollen Kirchen, um Gott anbeten zu können. Jesus sagte: „Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Mt 18,20)

Wir sind dankbar, wenn wir uns in einem schönen Gotteshaus versammeln können, oder einen großen Gottesdienst mit vielen Teilnehmern erleben. Aber vielen ist das nicht möglich, weil sie krank oder alt sind, weil sie gefangen gehalten oder gar verfolgt wer­den.

Wichtig zur Anbetung ist allein, dass wir im Na­men, das heißt: in der Gesinnung Christi versammelt und für das Wirken seines Geistes offen sind. Dann ist ihm unser Lobopfer angenehm.

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