Andachten

Andacht

Andacht 10.06.2017

10. Juni 2017 | Ingrid Naumann

Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt. 2. Petrus 3,13

Eines Tages kam eine Dame in mein Ladengeschäft, das ich zu diesem Zeitpunkt noch besaß - eine Künst­lerin, die mir ihre wunderschönen Kunstwerke zum Kauf anbot. Wir redeten lange miteinander, und es entstand eine lange währende Freundschaft. Ihr Leben war von einem starken Gerechtigkeitssinn geprägt. Eines Tages übergab sie es Christus ganz in der Taufe. Ihre Sehnsucht, Gerechtigkeit auf dieser Erde zu bekommen, blieb. Aber die Erkenntnis, dass die obige Verheißung eines Tages erfüllt wird, trug sie durch das Leben.

Manche Ereignisse muss man nicht verstehen. Diese Freundin bekam einen sehr aggressiven Krebs, obwohl sie auf gute Ernährung und ihre Gesundheit achtete. Unsere vielen Gebete und Bitten zu Gott um Heilung fanden keine Erhörung.

Und wie ist das mit der Gerechtigkeit?

Paulus hatte es herausgeschrien: „Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem todverfal­lenen Leibe?“ (Röm 7,24) Er schrieb: „Ich rede aber von der Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesus Christus zu allen, die glauben.“ (Röm 3,22) Gott ist es, der uns Gerechtigkeit schenkt durch den Glauben an Jesus - es ist sein Gnadenge­schenk für uns. Die Folge: „Da wir nun gerecht gewor­den sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.“ (Röm 5,1) Bezüglich der Neuen Erde gab (und gibt) es auch immer Menschen, die spotten und sagen: „Wo bleibt die Verheißung seines Kommens?“ (2 Ptr 3,4) Ich den­ke an meinen Großvater, der vor über 100 Jahren sein Leben Jesus Christus übergeben hat, und auch an meinen Vater und meine Mutter, die ihm treu geblie­ben sind bis in den Tod. Sie schöpften Vertrauen aus der Verheißung im Hebräerbrief (10,35-37): „Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. Geduld aber habt ihr nötig, damit ihr den Willen Gottes tut und das Verheißene empfangt. Denn, nur noch eine kleine Weile, so wird kommen, der da kommen soll, und wird nicht lange ausbleiben.“ Wo sollten wir hingehen, Herr? Du hast Worte des ewigen Lebens. Du schenkst Gerechtigkeit, die wir in der Fülle noch nicht verstehen können.

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