Andachten

Andacht

Andacht 07.06.2017

07. Juni 2017 | Hartwig Lüpke

Andacht 07.06.2017

© Foto: adventisten.de

„Freut euch lieber darüber, dass eure Namen bei Gott aufgeschrieben sind!“ Lukas 10,20 (Gute Nachricht Bibel)

Es klingelte; ich öffnete meine Wohnungstür. Ein Herr fragte mich, ob das Auto mit dem Kennzeichen XY mir gehöre. Ich bejahte das. „Es wurde leider beschädigt“, sagte er. „Bei der Polizei erhielt ich die Auskunft, dass Sie der Eigentümer sind.“

In diesem Fall war es gut, dass mein Name bei der Polizei registriert war. Er wird auch beim Einwohner­meldeamt, bei Versicherungen und in der Gliederliste meiner Gemeinde zu finden sein; hoffentlich aber nicht in der Verkehrssünderkartei. Es ist mir nämlich ganz und gar nicht gleichgültig, wo ich registriert bin. Denn meine Registrierung hier oder da hat ganz bestimmte Gründe, und sie hat auch Auswirkungen.

Am wichtigsten ist mir, dass ich bei Gott registriert bin, dass mein Name in seinem „Buch des Lebens“ steht. Wenn das nämlich der Fall ist, bin ich bei ihm bekannt, dann gehöre ich zu Christus und habe Wohn­recht bei ihm, weil er sich zu mir bekennt (Offb 3,5).

Während ich diese Sätze schreibe, merke ich, wie „bürokratisch“ das alles klingt. Da tauchen in meinem Kopf Karteikästen oder Computer auf - registriert mit Namen, Ort, Straße und Hausnummer. Wie wäre es mit folgendem Bild: Ein ganz liebes Brautpaar, das ich trauen durfte, lud mich und meine Frau zu seiner Hochzeitsfeier ein. Die Festtafel war wunderbar ge­schmückt. Ein Tischkärtchen verriet: Diese Plätze sind für uns reserviert. Unsere Teilnahme am Hoch­zeitsmahl ist uns sicher.

Auch Jesus erzählte von einer Hochzeit, von sei­nem wunderbaren Hochzeitsmahl, das er mit all den Seinen feiern wird (vgl. Mt 22,2-4; Offb 19,9). Die „Tischkärtchen“ sind schon geschrieben; unsere Teil­nahme ist schon vorgemerkt. Er weiß bereits heute, wo wir einmal sitzen werden. Unser Platz an Gottes Festtafel trägt schon unseren Namen. Welch ein Glück schon heute! Welch eine Vorfreude!

Aber weil ich nicht träume, sondern die Zeit, die mir in dieser Welt geschenkt ist, sinnvoll zu gestalten habe, ist es meine Leidenschaft, bei Jesus zu sein, bei ihm zu bleiben und von ihm zu erzählen. Ob ich im Guinness-Buch der Rekorde stehe oder im Gemeinde­rat eine Stimme habe, ist nicht entscheidend. Wichtig ist, dass mein Name bei Gott im „Buch des Lebens“ aufgeschrieben ist - bzw. auf dem „Tischkärtchen“ an seiner Hochzeitstafel.

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