Andachten

Andacht

Andacht 05.06.2017

05. Juni 2017 | Heinz-Ewald Gattmann

Andacht 05.06.2017

© Foto: adventisten.de

Unser Vater in dem Himmel! Matthäus 6,9

Über meinem Schreibtisch hängt eine Metalltafel: „Firma PAPA GmbH“. Das Tätigkeits-feld wird um­schrieben mit: „sämtliche Wartungsarbeiten; Kurier­dienst zu jeder Tages- und Nachtzeit; Finanzdienst­leistungen aller Art; Schuldanerkenntnisse“. Als Letztes kommt die Geschäftszeit: „24 Std. täglich“! Mir bedeutet dieses Schild sehr viel; denn es bringt zum Ausdruck, was Papa-Sein meint: ohne Umschwei­fe und unveränderlich für seine Kinder da zu sein.

Jahre, bevor ich dieses Schild erhielt, kam Gott in mein Leben. Zu Anfang kannte ich ihn nicht, meine Eltern haben mir aber von ihm erzählt. Zuerst war er nur „Gott“ für mich, dann wurde er „Vater“ und schließlich „Papa“ (so hat Jesus seinen Vater im Him­mel manchmal angeredet, siehe Mk 14,36; Gal 4,6). Ich habe ihn noch nie gesehen, er hat auch noch nicht hörbar mit mir gesprochen, aber er wohnt im gleichen Haus wie ich. Er fährt mit mir U-Bahn und hetzt mit mir durch den Alltag. Und wenn es ganz brenzlig wur­de, hat er mir auch schon einmal ins Lenkrad gegrif­fen und mich vor Schaden bewahrt. Das alles steht zwar nicht wörtlich in seiner Tätigkeitsbeschreibung, gehört aber zu seinem Verständnis vom Papa-Sein und kennzeichnet seinen Umgang mit mir.

Es ist wunderbar, einen Gott zu kennen, den man aus tiefer Überzeugung mit „Papa“ ansprechen darf, mit dem sich zahlreiche schöne Erlebnisse und Erin­nerungen verbinden und der seine Vaterschaft sehr ernst nimmt. Mich begeistert das, weil der Unend­liche, Unbegreifliche und Unerklärbare, der Schöpfer des Universums, mich kennt, sich für mich interes­siert, sich zu mir bekennt und an meinem Leben in­tensiv Anteil nimmt.

Wenn ich ihm ein Schild schenken könnte, würde es allerdings nicht die Bezeichnung „Papa GmbH“, sondern „Papa GobH“ tragen, denn er bietet mir eine „Gemeinschaft ohne beschränkte Haftung“ an. Als er mich als sein Kind angenommen hat (als ich mein Leben Jesus anvertraut habe), hat Gott die volle Ver­antwortung für mich übernommen. Selbst da, wo ich versage, springt er für mich in die Bresche. Ich bin ihm so wichtig, dass er mich unbedingt auf der Neuen Erde haben will. Ich bin ihm sogar wertvoller als sein eige­ner Sohn, denn er ließ zu, dass Jesus sein Leben für mich am Kreuz opferte. Ich habe allen Grund, zu ihm „Papa“ zu sagen. Du auch?

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