Andachten

Andacht

Andacht 23.05.2017

23. Mai 2017 | Gerhard Mellert

Kein Auge hat je gesehen, kein Ohr je gehört und kein Verstand je erdacht, was Gott für diejenigen bereithält, die ihn lieben. 1. Korinther 2,9

Die Ägypter glaubten an „das Schattenreich der Toten“, die Babylonier an das „Land des Silberhimmels“, die Griechen an die „Unterwelt“, Buddhisten glauben an das „Nirwana“, Moslems an ein Leben im Luxus im Himmel, Indianer an die „ewigen Jagdgründe“. Es gibt viele unterschiedliche Auffassungen über das Jenseits; doch alle Religionen haben eines gemeinsam: Sie haben eine Vorstellung von der Ewigkeit.

Als Kind habe ich gebetet: „Lieber Gott, mach mich fromm, dass ich in den Himmel komm.“ Die Frage ist einerseits, wie man in den Himmel kommt, und ande­rerseits, wie der Himmel tatsächlich aussieht. Die Bibel lässt uns darüber nicht im Unklaren. Sie ist für mich die einzige Informationsquelle darüber.

Der Himmel ist der Ort, wo Gott wohnt. In Psalm 115,3 lesen wir: „Unser Gott ist im Himmel.“ Und im Vaterunser beten wir: „Unser Vater im Himmel!“ (Mt 6,9) Paulus erklärte: „Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel; woher wir auch erwarten den Heiland, den Herrn Jesus Christus.“ (Phil 3,20)

Als Jesus seinen Jüngern sagte, er kehre zurück zu Gott, um ihnen „die Stätte zu bereiten“, erklärte er: „Es gibt viele Wohnungen im Haus meines Vaters, und ich gehe voraus, um euch einen Platz vorzubereiten. Wenn es nicht so wäre, hätte ich es euch dann so ge­sagt? Wenn dann alles bereit ist, werde ich kommen und euch holen, damit ihr immer bei mir seid, dort, wo ich bin.“ (Joh 14,2-3 NLB)

Der Himmel ist die ewige Heimat der Erlösten. Dort gibt es für sie herrliche Wohnungen und ein er­fülltes, glückliches, ewiges Leben. Wir werden nichts mehr vermissen. Es wird nichts mehr geben, was man noch verbessern könnte. Es wird alles vollkommen sein. Keine Uhr wird uns mehr hetzen. Die Frage „Wo ist Gott?“ wird es nicht mehr geben, denn Gott wird mitten unter den Erlösten sein (Offb 21,3). Wir wer­den Gott von Angesicht zu Angesicht sehen können. Wir werden keine Angst mehr haben, keinen Arzt mehr brauchen (V. 4) und vieles, vieles mehr.

Jesus bat seinen Vater in der Nacht vor seiner Kreuzigung: „Vater, ich möchte, dass die, die du mir gegeben hast, bei mir sind, damit sie meine Herrlich­keit sehen können.“ (Joh 17,24 NLB) Welch ein herr­licher Ort wird das sein! Dort will ich leben.

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