Andachten

Andacht

Andacht 18.05.2017

18. Mai 2017 | Günter Schlicke

Andacht 18.05.2017

© Foto: adventisten.de

Wer von euch würde seinem Kind einen Stein geben, wenn es um Brot bittet? oder eine Schlange, wenn es um Fisch bittet? So schlecht ihr auch seid, ihr wisst doch, was euren Kindern gut tut, und gebt es ihnen. Wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn darum bitten. Matthäus 7,9-11 (Gute Nachricht Bibel)

„Warum bekomme ich dieses Fahrrad nicht? Mein Freund hat doch auch schon eins“, klagt Klaus. Ein Kind versteht oft nicht, warum ihm die Eltern Wün­sche, die es hat, nicht immer gleich erfüllen. Das mag verschiedene Gründe haben. Vielleicht kann das Kind noch nicht sicher Rad fahren, es schätzt die Verkehrs­situationen falsch ein oder fährt einfach noch zu un­überlegt. Die finanzielle Situation kann der Grund sein, dass größere Ausgaben im Moment nicht mög­lich sind.

Auch wir Erwachsenen haben Wünsche im Leben, deren Erfüllung uns wichtig ist. Wir wünschen uns alle Gesundheit, intakte Beziehungen, finanzielle Sicherheit und ein sorgenfreies Leben. Wir wissen aber auch, dass das nicht immer zutrifft. Dann fragen wir, warum das uns gerade versagt bleibt, und machen vielleicht gar Gott Vorwürfe, er sei ungerecht und gönne uns das Gute nicht. So wie Eltern ihre Kinder kennen und nur das Beste für sie wollen, so kennt Gott auch jeden Einzelnen von uns, und er will uns schon heute ein erfülltes Leben schenken und mit uns sogar die Ewigkeit verbringen. Er hat einen Plan mit uns und Gedanken, die wir oft nicht begreifen (Jes 55,7-8).

Zum Beispiel hatte der Apostel Paulus ein Leiden, das ihn in seinem Dienst als Missionar sehr behinder­te. Er bat Gott dreimal, ihn davon zu befreien, und erhielt als Antwort: „Meine Gnade genügt dir.“ (2 Kor 12,9 EB) Oder denken wir an Nick Vujicic, der ohne Arme und Beine geboren wurde, und heute trotzdem machtvoll in aller Welt bezeugt, dass Gott ihn liebt. Er hat mehrere Bücher darüber geschrieben.

Vielleicht hast du dir von Gott Gesundheit erbeten und bist trotzdem krank oder behindert geblieben. Wir finden heute oft keine Antwort für solche Situa­tionen, aber wir dürfen dennoch wissen, dass wir (mindestens) die Kraft empfangen, unser Leben zur Ehre Gottes zu führen. Eines Tages werden wir den Sinn seines Handelns verstehen - und ihm dankbar dafür sein. Und sicher hat uns Gott etwas Besseres an der Stelle dessen gegeben, was wir nicht bekommen haben. Denken wir einmal darüber nach.

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