Andachten

Andacht

Andacht 17.05.2017

17. Mai 2017 | Krimhild Müller

Andacht 17.05.2017

© Foto: adventisten.de

Zu der Zeit, als die Richter richteten, entstand eine Hungersnot im Lande. Und ein Mann von Bethlehem in Juda zog aus ins Land der Moabiter, um dort als Fremdling zu wohnen, mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen. Rut 1,1

Weil es in Bethlehem wegen einer Hungersnot nichts zu essen gab, verließ Elimelech mit seiner Familie das Land Israel und ließ sich in Moab nieder. Was mensch­lich betrachtet vernünftig aussah, endete in einer Tragödie: Elimelech und seine beiden Söhne starben, sodass Noomi als verarmte Witwe in einem fremden Land zurückblieb. Eindrücklich bewahrheitete sich das Wort aus Sprüche 14,12: „Manchem scheint ein Weg recht; aber zuletzt bringt er ihn zum Tode.“

Diese Geschichte zeigt uns, wie verhängnisvoll es ist, wenn ein Mensch vor Gott davonläuft. Es mag tau­send vernünftige Gründe für diesen Schritt gegeben haben, aber letztendlich wäre es besser gewesen, beim Volk Gottes zu bleiben. Moab steht symbolisch für Menschen, die ohne Gott auskommen wollen - Beth­lehem dagegen bedeutet „Haus des Brotes“. Das klingt nach einer Verheißung: trotz der Hungersnot in der Stadt zu bleiben, deren Name wie ein Versprechen Gottes anmutet, und auf Gottes Versorgung zu bauen.

Viele Jahre später machte sich Noomi, begleitet von ihrer Schwiegertochter Rut, auf den Heimweg, weil die Hungersnot zu Ende war. Dieser Weg zurück nach Bethlehem zeigt uns, dass für einen Menschen, der auf Abwege geraten ist, immer eine Umkehr mög­lich ist. Gott wartet darauf, dass wir zu ihm zurück­kehren. Er möchte uns vergeben, damit wir wieder innige Gemeinschaft mit ihm haben können.

Noomi bekannte: „Nennt mich nicht Noomi [Lieb­liche], sondern Mara [Bittere] ... Voll zog ich aus, aber leer hat mich der HERR wieder heimgebracht.“ (Rut 1,20-21) In diesen Worten erkennen wir, wie schmerz­lich die Folgen eines falschen Weges sind und wie gnä­dig der Herr verirrten Menschen begegnet und sie zu sich zurückführt, selbst wenn dies nur durch schmerz­liche Erfahrungen oder Verluste möglich ist.

Entschließe dich, heute zu Gott zurückzukehren, wenn du dich von ihm entfernt hast. Du magst die negativen Folgen schon deutlich gespürt haben. Gott ist nicht nachtragend. Er wird dir erneut das „Brot des Lebens“ geben, denn Jesus hat versprochen: „Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nim­mermehr dürsten.“ (Joh 6,35)   

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