Andachten

Andacht

Andacht 13.05.2017

13. Mai 2017 | Friedhelm Klingeberg

Andacht 13.05.2017

© Foto: adventisten.de

Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur. Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden. Markus 16,15-16

„Lieber Herr Klingeberg, durch Untertauchen wird man nur bei den Adventisten und den Baptisten ge­tauft. Werden also nur Adventisten und Baptisten im Himmel sein? Was ist mit all den anderen Christen?“

Ein Glück, dass Gott sich das mit dem Paradies ganz anders gedacht hat. Ihm wäre es am liebsten, wenn alle Menschen gerettet würden, und mir per­sönlich wäre es vermutlich nicht wirklich angenehm, dort „oben“ nur Angehörige meiner Kirche vorzufin­den.

Im Übrigen gibt es ja tatsächlich ein paar mehr Konfessionen als die beiden oben genannten, die in der biblischen Form des Untertauchens taufen. Auch die orthodoxe Kirche des Ostens gehört dazu. Das Kaleidoskop der Möglichkeiten ist also größer als ge­dacht. Fragt sich nur, ob das der entscheidende Punkt ist. Muss eine Person einer bestimmten Konfession angehören, um von Christus angenommen werden zu können? Fragt er sozusagen nach den richtigen Papieren, bevor wir in den Genuss seines Erlösungs­angebots kommen können?

Die Frommen haben das oft getan im Laufe der Jahrhunderte - Gott tut es niemals! Für ihn gibt es offenbar nur ein einziges „Ausschlusskriterium“, und in unserem heutigen Andachtswort formuliert er es sehr klar: „Wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.“ Christus fragt nicht zuerst nach deiner Kon­fession. Er möchte dein Herz und dein Vertrauen. Ihm liegt so viel daran, dich erfahren zu lassen, dass er es unter allen Umständen und auf der ganzen Linie von Herzen gut mit dir meint. Sein Wort und seine Bot­schaft sollen dein Leben bereichern, erleuchten, er­wärmen und dir eine ganz neue Perspektive schenken, die bis in die Ewigkeit reicht.

Deshalb füllt er dir nicht zuerst den Kopf mit Theo­logie, sondern beginnt an der richtigen Stelle, nämlich vor der Tür deines Herzens (Offb 3,20). Wirst du sein Klopfen hören? Wirst du ihm die Tür deines Herzens öffnen, ihn einlassen und ihm auch die hintersten Winkel deines Lebens anvertrauen? Das ist der einzi­ge Punkt, der wirklich zählt. Alles Weitere darfst du dann ganz entspannt ihm überlassen. Er wird dich auch in seine Gemeinde führen. Bleib nur ganz nah bei ihm und an seinem Wort. Auch heute wirst du seinen Segen erfahren.

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