Andachten

Andacht

Andacht 09.05.2017

09. Mai 2017 | Meta Dedio

Andacht 09.05.2017

© Foto: adventisten.de

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Johannes 1,1

Schon Goethe lässt Faust sagen: „Geschrieben steht: ,Im Anfang war das Wort!' Hier stock ich schon ...“ Dann überlegt Faust weiter und denkt über Alternati­ven nach: „Im Anfang war der Sinn ... Im Anfang war die Kraft ... Im Anfang war die Tat!“

Wer die Bibel aufschlägt, kann erkennen: Gottes Wort steht am Anfang alles Geschaffenen. Sein ge­sprochenes Wort bewirkte die Schöpfung der Welt. Aber dies meinte Johannes im Andachtswort nicht. Er sprach von dem „Wort“, das Mensch geworden ist (Joh 1,14 GNB u. a.) - vom Sohn Gottes, der dem Vater gleicht und ihn uns offenbart hat (V. 18).

Wir erfahren durch die Bibel von Gott, seinen Mit­teilungen und seinem Handeln. Sie berichtet uns vor allem von Jesus, der von Anfang an bei Gott war und wie Gott ist (V. 1-2). Sie enthält „Worte des Lebens“, weil Gottes Sohn durch sie zu uns spricht (Joh 6,68).

Die Bibel hat einen unglaublich großen Nutzen. Aber nur, wer sie als ein Jünger Christi liest und dem Wort und Willen des Herrn folgen will, wird einen Gewinn aus ihr ziehen. Wer zu Christus gehört, stu­diert die Heilige Schrift und weiß, dass nur sie das geben kann, was er tagtäglich benötigt - nicht nur grüne Auen und frisches Wasser (Ps 23,2), sondern den guten Hirten, Jesus selbst (Joh 10,11.14). Nur wer sein Leben nach Christi Maßstäben führen will, wird das Leben „in ganzer Fülle“ erfahren (V. 10 NLB).

Alles was das Wort Gottes uns darbietet, ist uns allein um Christi willen gegeben. Es ist lebendig und spendet uns Leben, weil Christus selbst das Leben ist. Das Wort Gottes besitzt Macht und Autorität, weil Christus die Macht Gottes ist. Das Wort Gottes ist „Milch“ für geistlich Neugeborene und „feste Speise“ für die Gereiften (Hbr 6,13.14), weil Christus das „Brot des Lebens“ ist (Joh 6,35). Das Wort Gottes ist wie ein scharfes, „zweischneidiges Schwert“, das „Ge­danken des Herzens“ richtet (Heb 4,12). Das Wort Gottes spendet Licht in der Finsternis (Ps 119,105), denn Christus selbst ist das Licht (Joh 8,12).

Die ganze Heilige Schrift findet ihre Erfüllung im Erlöser, durch den alle Dinge geschaffen wurden (Joh 1,3). Wer Christus gefunden hat, findet ihn in der gan­zen Heiligen Schrift (Joh 5,39). Jesus Christus ist die einzige „Tür“ zu Gott (Joh 10,9). Wer zu Christus kommt und ihm vertraut, erhält von ihm, dem ewigen Wort Gottes, das ewige Leben (Joh 3,36).

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