Andachten

Andacht

Andacht 03.05.2017

03. Mai 2017 | Albrecht Höschele

Andacht 03.05.2017

© Foto: adventisten.de

Sorgt euch nicht um euer tägliches Leben - darum, ob ihr genug zu essen, zu trinken und anzuziehen habt. Besteht das Leben nicht aus mehr als nur aus Essen und Kleidung? Matthäus 6,25 (Neues Leben Bibel)

Viele Menschen machen sich im Alltag viele Sorgen: Was kann ich mir leisten? Wie werde ich wieder gesund? Werde ich die Arbeit bekommen/behalten?

Jesus redete mit der obigen Aussage nicht der Sorg­losigkeit das Wort. Wir sollen und müssen durchaus verantwortlich sein und an die Zukunft denken. Wogegen er sich wendet, ist jene Über-Vorsorge, die uns versklavt und uns die Freiheit nimmt. Es bringt nichts, wenn wir unsere Kraft unnötig mit Sorgen vergeuden!

Tue, was nötig und möglich ist. Oder wie mir ein Christ sagte: „Wissen Sie: Ich habe gelernt, dass man nie mehr Angst haben muss als nötig.“

Nun mag es auch Menschen geben, die ihre Hände in den Schoß legen und warten, dass andere oder Gott schon alles richten wird. Aber selbst die Vögel, auf die

Jesus anschließend verwies („Sie müssen weder säen noch ernten noch Vorräte ansammeln“, Mt 6,26 NLB), sind nicht untätig: Sie müssen mit Eifer ihr Futter su­chen und ihre Jungen füttern.

Und ich? Gott kümmert sich auch um mich - auch wenn ich es nicht immer bemerke. „Euer Vater im Himmel weiß doch genau, dass ihr dies alles braucht“, versicherte Jesus (V. 32 Hfa). Von ihm werde ich geliebt. Deshalb meint Jesus wohl sinngemäß: Du Mensch, mach doch deine Augen auf und schau, wie selbst du von Gott tagtäglich mit allem Nötigen versorgt wirst - auch wenn es auf indirekte Weise geschieht. Und wenn du dich nicht um Alltägliches zersorgst, wird dein Dasein unbeschwerter sein.

Auch die Apostel wussten, wie gut es uns tut, wenn die Sorgen uns nicht im Griff haben. So empfahl Petrus: „Legt alle eure Sorgen bei [Gott] ab, denn er sorgt für euch.“ (1 Ptr 5,7 NGÜ) Und Paulus riet: „Sorgt euch um nichts, sondern betet um alles. Sagt Gott, was ihr braucht, und dankt ihm!“ (Phil 4,6 NLB)

Vielleicht trägt auch der Rat, der Meister Eckhard zugeschrieben wird, mit zur Gelassenheit bei. Auf die Frage nach den drei wichtigsten Dingen im Leben ant­wortete er: „Der wichtigste Augenblick ist immer jetzt. Der wichtigste Mensch ist immer der, mit dem du gerade zusammen bist. Die wichtigste Tat ist immer, diesem Menschen Liebe zu erweisen.“

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