Adventisten

Organisation

Freikirche


Die Siebenten-Tags-Adventisten in der Schweiz verstehen sich als klassische Freikirche, für die sowohl die Trennung von Kirche und Staat als auch die freiwillige Mitgliedschaft zu den Grundsätzen ihres Kirchenverständnisses gehören und die zu zwischenkirchlicher Zusammenarbeit bereit sind.

Es gibt viele Länder oder Sprachregionen in denen der Freikirchenstatus nicht existent ist. Die Bezeichnung "Freikirche" könnte demnach von der Öffentlichkeit nicht eingeordnet werden. Adventisten in Deutschland und der Deutschschweiz bezeichnen sich als "Freikirche", die Adventisten in Österreich als "Kirche". In der Romandie und im Tessin sowie in fast allen anderen Ländern der Welt benützen die Adventisten den Begriff "Kirche".

"Freikirchen sind demnach in zweierlei Hinsicht „frei“: Sie sind „staatsfrei“ und beruhen auf „freiwilliger“ Mitgliedschaft. Gelegentlich wird ein dritter Aspekt der Freiheit dazugefügt: Freikirchen finanzieren sich aus den freiwilligen Beiträgen ihrer Mitglieder." (Geschichte der Freikirchen)

Mehr Infos zur Geschichte und zum Wesen von Freikirchen auf der Webseite von Freikirchen.ch.

Struktur der Ortsgemeinde


Gemeindeausschuss - Gemeindeversammlung

Oberstes Entscheidungsgremium einer adventistischen Ortsgemeinde ist die Gemeindeversammlung, in der alle ordentlichen Kirchenmitglieder Rede- und Stimmrecht besitzen. Die Gemeindeversammlung wählt ihre Vertreter für den Gemeindeausschuss, das Leitungsgremium. Die Führung beider Gremien liegt in der Hand eines Pastors/einer Pastorin oder Gemeindeleiters/Gemeindeleiterin; Frauen und Männern stehen auf der Ebene der Ortsgemeinde alle Leitungsaufgaben offen.

Ehrenamtliche und Vollzeiter

Üblicherweise ist nur der Pastor/die Pastorin Angestellter der Kirche. Alle anderen arbeiten als Freiwillige und auf ehrenamtlicher Basis mit.

Beschlüsse werden durch Konsens oder Abstimmungen gefasst; der Pastor/die Pastorin gilt als Erste/r unter Gleichen, seine/ihre Autorität ist geistlicher Art. Zusammen mit den Leitern der Gemeinde und dem Gemeindeausschuss ist er/sie für das Leben der Gemeinde in den unterschiedlichen Ausprägungen – Gottesdienst, Seelsorge, Diakonie, Kinder- und Jugendarbeit, Evangelisation, Öffentlichkeitsarbeit, Verwaltung – verantwortlich.

Organisationsstruktur der Kirche

Die Kirchenverfassung ist repräsentativ. Wichtige Entscheidungen werden auf allen Ebenen von demokratisch gewählten Vertretern mehrheitlich in Ausschüssen getroffen. Die Kirche ist zentral organisiert, wird aber nicht zentralistisch geleitet. Jede Leitungsebene wird von einem Präsidenten, einem Vorstand sowie einem Verwaltungsausschuss geführt und regelt ihre Belange weitgehend selbständig. Übergeordnete Anliegen - dazu gehören auch Fragen der Lehre und des Bekenntnisses - werden während einer alle fünf Jahre stattfindenden Weltsynode (Generalkonferenz-Vollversammlung) diskutiert und können nur von dieser entschieden werden.

Organigramme der Freikirche in der Deutschschweiz

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