APD-INFORMATIONEN 2/2010 (FEBRUAR)
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- Langjähriger Leiter der russischen Adventisten in den USA verstorben
- «Wir sind auf Hilfe von aussen angewiesen»
Präsident der Adventisten in Haiti zur Lage seiner Kirche - Adventisten wollen Gemeinden zum sicheren Ort für junge Menschen machen
- 35.386 Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland
- Deutscher Bundespräsident ehrt engagierte Verkäufer des «Portos mit Herz»
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Schweiz
«enditnow – Sag NEIN zur Gewalt gegen Frauen»
Siebenten-Tags-Adventisten starten Unterschriftenkampagne 
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Zürich/Schweiz, 24.02.2010 / APD
An der weltweiten Kampagne "enditnow® – Sag NEIN zur Gewalt gegen Frauen" der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten und der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA International, beteiligen sich auch die Adventisten in der Schweiz. Wie die Präsidentin der Abteilung Frauen der Deutschschweizerischen Vereinigung der Freikirche, Denise Hochstrasser (Krattigen BE), mitteilte, soll die sich über mehr als 200 Länder erstreckende Aufklärungskampagne das Bewusstsein wecken, um für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen einzutreten. "Siebenten-Tags-Adventisten bejahen die Würde und den Wert jedes Menschen und verurteilen deshalb alle Arten körperlichen, sexuellen und seelischen Missbrauchs", betonte Hochstrasser.
Während einer bis Ende August 2010 dauernden ersten Phase soll weltweit eine Million Unterschriften von Befürwortern der Kampagne gesammelt und den Vereinten Nationen übergeben werden. "Damit wollen wir das Bewusstsein für dieses Problem stärken, um neue und effektive Schutzmassnahmen für Frauen und Mädchen zu entwickeln", erläuterte Hochstrasser. Der Schwerpunkt der Kampagne "enditnow®" richte sich gegen die Gewalt an Frauen und Kindern, obwohl es auch Missbrauch von Männern gebe. Doch die Mehrheit der Opfer geschlechtsspezifischer Art seien eindeutig Frauen.
Die Abteilung Frauen habe eine Aktionsliste mit Ideen und Vorschlägen zur Durchführung der Kampagne erstellt, um das Anliegen öffentlich bekannt zu machen. Infos über "enditnow®" und eine Materialübersicht fänden sich im Internet unter http://www.sta-frauen.ch Für die Durchführung der Kampagne in einzelnen Schweizer Städten seien die Frauenbeauftragten der örtlichen Adventgemeinden zuständig, teilte Hochstrasser mit.
Bei den Unterschriftenlisten der Kampagne "enditnow®" handelt es sich um eine an UN-Generalsekretär Ban Ki-moon gerichtete Petition. Darin heisst es unter anderem: "Weltweit ist zumindest jede dritte Frau von einer Form körperlicher oder seelischer Unterdrückung durch Sexhandel, Missbrauch in der Familie, sexuelle Übergriffe, Ehrenmorde, weibliche Genitalverstümmelung, Kinderheirat, seelischen und verbalen Missbrauch und andere Arten der Gewalt betroffen. Diese Praktiken sind inakzeptabel und müssen jetzt aufhören."
Schweizerisches Katholisches Bibelwerk feiert 75jähriges Jubiläum 
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Zürich/Schweiz, 24.02.2010 / APD
Die katholische Bibelbewegung in der Schweiz kann in diesem Jahr auf ihr 75jähriges Bestehen zurückblicken. Im Jahre 1935 wurde das Schweizerische Katholische Bibelwerk (SKB) in Einsiedeln als "Katholische Bibelbewegung" gegründet.1973 gab sich das Bibelwerk eine Bibelpastorale Arbeitsstelle, welche die nötigen strukturellen Grundlagen schuf, damit die Bibel - nach der neuen Grundeinstellung der römisch-katholischen Kirche zur Heiligen Schrift - auch bei den Gläubigen ankommen konnte. Im Jahre 1968 konstituierte sich auch die Katholische Weltbibelföderation (WCFBA; heute: KBF).
Während die protestantischen und überkonfessionellen Bibel-Organisationen meist den Begriff "Bibelgesellschaft" pflegen, benutzt man für die katholischen Bibel-Organisationen das Wort "Bibelwerk".
Das eigentliche Jubiläum wird am 12. April in Zürich, dem Standort der Geschäftsstelle des Bibelwerks, gefeiert: mit einem festlichen Gottesdienst, einem Apéro mit Festakt, interessanten Stadtrundgängen, einer Vernissage des "Jubiläumsbuches" und einem Abschlusskonzert mit dem Liedermacher Linard Bardill.
Auf dem Jubiläumsprogramm stehen ausserdem verschiedene Bibel- und Kunstausstellungen, Literaturabende, musikalische Aufführungen, Kinoprogramme zum Thema "Bibel im Film" und Wanderungen mit biblischem Bezug ("Mit der Bibel im Rucksack") an verschiedenen Orten in der Schweiz. Im September wird ausserdem in Visp ein internationaler bibelpastoraler Kongress veranstaltet, auf dem die Vielfalt heutigen biblischen Arbeitens präsentiert und nach Impulsen für die "Bibelpastoral der Zukunft" gesucht wird.
Das Schweizerische Katholische Bibelwerk (SKB) ist als Verein für biblisch interessierte Frauen und Männer organisiert, der von der Bibelpastoralen Arbeitsstelle (BPA) in Zürich getragen wird. Die BPA dient der katholischen Kirche in der Schweiz als Kompetenzzentrum für alle Fragen der Bibel und der Bibelarbeit. Sie informiert über Neuerscheinungen auf dem Gebiet der Bibelwissenschaft und bietet biblische Fort- und Weiterbildungskurse an. Die Arbeitsstelle vertreibt biblische Zeitschriften und Materialien. Die Mitarbeiter des Bibelwerks entwickeln überwiegend in ökumenischer Zusammenarbeit (z.B. für den jährlichen Bibelsonntag) zeitgemässe Angebote für die biblische Bildung. Sie sind auf Anfrage auch als Kursleiter tätig. Mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit verschafft die BPA der Bibel Gehör in Kirche und Gesellschaft.
Die SKB ist Mitglied im internationalen Netzwerk der Katholischen Bibelförderation (KBF) und pflegt partnerschaftliche Beziehungen zur Schweizerischen Bibelgesellschaft (SB), mit Sitz in Biel.
International
Langjähriger Leiter der russischen Adventisten in den USA verstorben 
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Washington D.C./USA, 24.02.2010 / APD
APD Pastor Michail P. Kulakow, einer der Leiter der in der Sowjetunion lange verbotenen Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten, ist am 10. Februar im Alter von 83 Jahren an einem Gehirntumor verstorben. Kulakow wurde als Sohn eines adventistischen Pastors 1927 in Leningrad geboren. Sein Vater wurde 1935 verhaftet und nach Ostsibirien verbannt. Als Michail 1948 zusammen mit seinem Bruder Stefan wegen seines Glaubens verhaftet wurde, befand sich der Vater erneut in einem Zwangsarbeitslager. Stefan starb mit 32 Jahren in der Verbannung, Michail kam nach fünf Jahren aus der Zwangsarbeit frei und wurde nach Nordkasachstan verbannt. Dort lernte er seine Frau Anna, eine Lehrerin, kennen. 1953 heirateten sie. Aus der Ehe gingen drei Söhne hervor, die Pastoren sind, und drei Töchter, die Pastoren geheiratet haben. Michail P. Kulakow starb in Highland, Kalifornien/USA, und hinterlässt neben Ehefrau Anna und seinen Kindern 15 Enkel und vier Urenkel.
Kulakow wurde nach Aufhebung seiner Verbannung 1955 als Hilfspastor nach Alma-Ata (heute: Almaty) in Kasachstan berufen. Er hielt dort heimlich Gottesdienste und arbeitete zur Tarnung in einer Baubrigade und als Fotograf. 1958 wurde er als Pastor ordiniert und übernahm noch im gleichen Jahr nach Verurteilung des bisherigen Leiters zu acht Jahren Zwangsarbeit die Verantwortung für die Adventisten in den zentralasiatischen Republiken der Sowjetunion Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan und Kirgisien. 1961 und 1962 kam es zu mehreren öffentlichen Schauprozessen gegen Kulakow, sodass er nur durch mehrere Umzüge einer Verhaftung entgehen konnte.
Nach der Machtergreifung der Kommunisten in Russland im Jahr 1917 hatten die nicht orthodoxe Kirchen mehr Freiheit, sich zu betätigen, als während der Zarenzeit. Doch 1929 änderte Stalin seine Religionspolitik. Bis auf zwei wurden alle 150 adventistischen Pastoren sowie 3.000 Gemeindemitglieder verhaftet und verbannt. Alle adventistischen Gemeinden in der Sowjetunion liess der Staat schliessen. Nur die Adventgemeinde in Moskau blieb als "Vorzeigegemeinde" offen. Die Kirchenleitung der Adventisten wurde zerschlagen, und die Gemeinden feierten ihren Gottesdienst im Untergrund. Erst ab Mitte der 1940er Jahre liess der Staat wieder als Kirchenleitung den "Allunionsrat der Siebenten-Tags-Adventisten in der UdSSR" mit Sitz in Moskau zu. Dieser wurde jedoch im Dezember 1960 erneut vom Staat aufgelöst. Im gleichen Jahr hatte der Präsident der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Adventisten, Pastor R. R. Figuhr (Washington D. C./USA), versucht, als Tourist Kontakt mit dem Allunionsrat in Moskau aufzunehmen.
Kulakow sprach Russisch, Deutsch und Englisch. Er beherrschte auch die biblischen Sprachen Hebräisch und Griechisch. 1970 durfte er Verwandte in San Franzisko besuchen und lernte dabei auch die Leiter der Generalkonferenz kennen. Als 1974 Pastor Theodore Carcich, Vizepräsident der Weltkirchenleitung, als Tourist Moskau besuchte, war Kulakow sein Dolmetscher. Ihm gelang es, ein Gespräch mit dem stellvertretenden Vorsitzenden des staatlichen Rates für religiöse Angelegenheiten zu vermitteln, sodass die Behörden die Genehmigung erteilten, dass sieben Adventisten aus der Sowjetunion an der Generalkonferenz-Vollversammlung (Weltsynode) 1975 in Wien teilnehmen konnten. Unter ihnen war auch Kulakow.
Die russischen Pastoren wählten Kulakow 1975 als ihren "leitenden Pastor". Im Gespräch mit den Behörden erreichte er, dass 1978 der damalige Präsident der Generalkonferenz, Pastor Robert Pierson, ganz offiziell Adventgemeinden in der Sowjetunion besuchen und dort predigen konnte, wobei Kulakow übersetzte. 1980 erhielten die Adventisten vom sowjetischen Staat die Genehmigung zum Druck von 10.000 Bibeln. Ab 1985 duldeten die Behörden, dass sich die Adventisten mit ihren Kirchenleitungen auf verschiedenen Ebenen wieder zu organisieren begannen. 1987 erhielten sie die Genehmigung zum Bau eines Theologischen Seminars in Zaokski, 120 Kilometer bei Tula. Die Einweihung konnte bereits am 2. Dezember 1988 gefeiert werden. 1992 erlangte das Seminar die staatliche Anerkennung für seine Abschlüsse in Theologie, Kirchenmusik und Betriebswirtschaft.
1991 entstand auf dem Gelände des Seminars ein Verlagsgebäude. Bereits ein Jahr vorher konnte mit staatlicher Genehmigung die Euro-Asien Abteilung in Moskau als Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) gegründet werden, die Teil der adventistischen Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) ist. Kulakow war ihr erster Präsident. Im September 1990 nahm Pastor Kulakow zusammen mit dem russisch-orthodoxen Patriarchen Alexius II. vor dem Obersten Sowjet zum neuen Religionsgesetz Stellung. Er trat dabei als Repräsentant der protestantischen Kirchen des Landes auf.
Im Alter von 65 Jahren trat Kulakow 1992 vom Amt des Kirchenleiters zurück, um sich einer neuen Aufgabe zu widmen. Die in Russland gebräuchliche Synodalübersetzung der Bibel stammt aus dem Jahr 1875 und ist in der Sprache veraltet. Deshalb gründete Kulakow am Theologischen Seminar in Zaokski 1993 ein "Institut für Bibelübersetzung" Sein Ziel: zusammen mit überwiegend nichtadventistischen Christen eine neue, moderne russische Bibelübersetzung zu erarbeiten. Im Jahr 2000 kam das "Neue Testament in modernem Russisch" heraus, das hohes Ansehen geniesst. 2002 erschienen die Psalmen. Noch im letzten Jahr arbeitete Kulakow zusammen mit fünf Wissenschaftlern, deren Mehrheit der russisch-orthodoxen Kirche angehört, an der Übersetzung des Alten Testaments, das 2015 fertiggestellt sein soll.
Kulakow übersiedelte im Dezember 2000 nach Kalifornien. 2008 veröffentlichte er mit Maylan Schurch als Koautor seine Biografie "Though the Heavens Fall", die ein Jahr später im Advent-Verlag Lünbeburg in deutscher Sprache unter dem Titel "Gott sitzt am längeren Hebel. Die Erfahrungen der Familie Kulakow unter der sowjetischen Herrschaft" erschien.
«Wir sind auf Hilfe von aussen angewiesen»
Präsident der Adventisten in Haiti zur Lage seiner Kirche 
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Port-au-Prince/Haiti, 24.02.2010 / APD
"Unser Motto lautet: 'Kämpfe und bete!' Wir kämpfen hier alle um unser Überleben. Deshalb sagen unsere Geistlichen den Gläubigen: 'Lasst euch nicht unterkriegen!'", betonte der Präsident der Siebenten-Tags-Adventisten in Haiti, Pastor Mathias T. Saint-Pierre (Port-au-Prince), in einem Gespräch mit Fritz Neuberg, der von der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland nach Haiti entsandt wurde, um Hilfsmassnahmen zu koordinieren.
Laut Saint-Pierre leben in dem Inselstaat 355.000 erwachsen getaufte Adventisten. Nach bisherigen Erkenntnissen hätten 520 Mitglieder durch das schwere Erdbeben und durch Nachbeben ihr Leben verloren. Etwa 650 weitere seien verletzt worden und benötigten ärztliche Hilfe. Unter den Toten befände sich auch der Leiter des adventistischen Verlagshauses, Pastor Germain Joseph. "Er wurde auf dem Weg zu einem Gottesdienst unter den Trümmern eines einstürzenden Hauses begraben."
Ein Drittel der Adventistischen Universität in Port-au-Prince sei zerstört worden. "Wir unterhalten in Haiti insgesamt 150 Schulen. Davon sind zehn völlig eingestürzt, und drei befinden sich in einem sehr bedenklichen Zustand", berichtete Pastor Saint-Pierre. "Von unseren 450 Kirchen haben wir 55 verloren." Die rund 100 Pastoren der dortigen Freikirche leisteten neben der Seelsorge vor allem praktische Arbeit: "Sie verteilen Wasser und Lebensmittel an die Menschen in ihrer Umgebung."
"Auch viele unserer Gemeindemitglieder sind durch das Erdbeben obdachlos geworden", so Saint-Pierre. "Unsere Pastoren empfehlen denen, die Hilfe brauchen, sich an die unbeschädigten Kirchengemeinden zu wenden. Dort helfen die Adventisten ihren Mitgläubigen, soweit es eben geht." Diese Kirchengemeinden seien schnell zu Hilfestationen und Zufluchtsorten geworden. "Jeder erhält dort Unterstützung, ganz gleich, ob er Kirchenmitglied ist oder nicht."
Dass ADRA Repräsentanten, so auch aus Deutschland, gesandt habe, sei für die einheimischen Adventisten eine grosse Ermutigung; denn es fehle an Nahrung, Wasser und den grundlegenden Dingen. "Alles ist kaputt, selbst unsere kirchlichen Strukturen. Von daher können wir uns nicht selber helfen. Wir sind auf Hilfe von aussen angewiesen", erläuterte Pastor Saint-Pierre. "Nach unserer Einschätzung vergehen fünf bis zehn Jahre, bis die schlimmsten Wunden vernarbt sind."
Im Augenblick seien am dringendsten Wasser, Lebensmittel, Medikamente, Zelte und sanitäre Anlagen. "Doch wir brauchen auch Geld, damit wir die Gebäude wieder herrichten können", gab der Geistliche zu bedenken. "Wir benötigen ebenfalls finanzielle Mittel, um denen, die alles verloren haben, zu einer neuen Existenz zu verhelfen." Die adventistische Kirchenleitung in Mittelamerika zahle vorerst für die nächsten sechs Monate das Gehalt der Pastoren von Haiti, "denn wir können es nicht mehr aufbringen". In Haiti unterhalten die Siebenten-Tags-Adventisten eine Landeskirchenleitung und vier regionale Kirchenleitungen für die Adventisten im Nord-, Nordwest-, Süd- und Zentralbereich des Inselstaates.
Adventisten wollen Gemeinden zum sicheren Ort für junge Menschen machen 
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Ostfildern/ Deutschland, 24.02.2010 / APD
"Wir müssen leider feststellen, dass auch innerhalb unserer Ortsgemeinden Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht wurden. Dafür gibt es keine Entschuldigung", schreiben die Präsidenten des Süddeutschen und Norddeutschen Verbandes der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, die Pastoren Günther Machel (Ostfildern) und Klaus van Treeck (Hannover), in der Februar-Ausgabe der Gemeindezeitschrift "Adventisten heute". Deshalb habe der Ausschuss der Freikirche in Deutschland beschlossen, junge Menschen noch stärker zu schützen.
Alle Haupt- und Ehrenamtlichen, die junge Menschen betreuen, bekämen die von der Freikirche herausgegebene Broschüre "Sexueller Gewalt begegnen" ausgehändigt und müssten einen Verhaltenskodex unterschreiben. Zusätzlich werde von allen Hauptamtlichen ein polizeiliches Führungszeugnis eingefordert. "Wir wollen alles tun, um unsere Gemeinden für junge Menschen zu einem sicheren Ort zu machen." Dazu gehöre auch, ständig im Gespräch über den Schutz vor sexueller Gewalt zu bleiben und die Vorgaben auf Ortsebene konsequent umzusetzen, betonten Machel und van Treeck.
Der Ausschuss habe ebenfalls beschlossen, das Projekt "enditnow" der adventistischen Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) zu unterstützen. Ziel sei unter anderem, durch eine weltweite Unterschriftenaktion der Gewalt gegen Frauen und Mädchen entgegenzutreten. Dabei sollten die Listen mit der ersten Million Unterschriften den Vereinten Nationen übergeben werden, um das Bewusstsein für den Schutz von Frauen und Mädchen zu verstärken.
35.386 Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland 
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Ostfildern/Deutschland, 24.02.2010 / APD
Die Zahl der erwachsen getauften Siebenten-Tag-Adventisten belief sich Ende 2009 in Deutschland auf 35.386. Das sind 265 weniger als im Jahr zuvor. Dazu kommen rund 11.000 Kinder und Jugendliche, die in Gruppen betreut werden. 628 Taufen und Aufnahmen in die Freikirche standen im letzten Jahr 532 Todesfälle, 242 Austritte und Ausschlüsse sowie 119 Abwanderungen ins Ausland gegenüber. Die Zahl der Adventgemeinden verringerte sich um 14 auf 572. Seit dem Tiefstand von 1989 mit 33.998 nahm die Mitgliederzahl bis 2005 auf 36.127 wieder kontinuierlich zu. Der Rückgang in den letzten vier Jahren ist laut Pastor Günther Machel (Ostfildern), dem Vorsitzenden der protestantischen Freikirche in Deutschland, hauptsächlich auf den nachlassenden Zuzug von Adventisten aus der ehemaligen Sowjetunion zurückzuführen. Inzwischen würden sogar mehr Adventisten die Bundesrepublik verlassen, als hier eine Heimat finden. Besonders russlanddeutsche Mitglieder der Freikirche zögen zu ihren Verwandten in die USA und Kanada.
Die Freikirche ist in jedem Bundesland eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und hat sieben regionale Kirchenleitungen (Vereinigungen), die zu den überregionalen Zusammenschlüssen des Nord- und Süddeutschen Verbandes gehören. Sie unterhält das Berliner Krankenhaus "Waldfriede", die Theologische Hochschule Friedensau bei Magdeburg, das Schulzentrum Marienhöhe, Darmstadt, mit Gymnasium, Kolleg und Realschule, sowie sechs Grundschulen. Auch das Medienzentrum "Stimme der Hoffnung", Alsbach-Hähnlein, mit Blindenhörbucherei und Internationalem Bibelstudien-Institut, sowie der Advent- und Saatkorn-Verlag, Lüneburg, stehen unter adventistischer Leitung. Das Advent-Wohlfahrtswerk (AWW) betreut rund 40.000 bedürftige Menschen pro Jahr. Zu ihm gehören fünf Altenpflegeheime, zwei Einrichtungen "Betreutes Wohnen", ein Seniorenwohnhaus, ein Behindertenwohnheim, vier Kindergärten, eine Fachklinik für Abhängigkeitskranke, ein Wohnheim für Suchtkranke, vier Suchtberatungsstellen, neun Suppenkuchen, eine Kleiderkammer, ein Übernachtungshaus für wohnungslose Frauen, ein Integrationsnetz für Aussiedler, ein Helferkreis für Flüchtlinge und elf psychosoziale Beratungsstellen. Der Deutsche Verein für Gesundheitspflege (DVG) verfügt über 57 Regionalgruppen, die Seminare zur Gesunderhaltung (Prävention) sowie Raucherentwöhnungskurse anbieten. Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland führt humanitäre Massnahmen in aller Welt durch.
Deutscher Bundespräsident ehrt engagierte Verkäufer des «Portos mit Herz» 
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Berlin/Deutschland, 24.02.2010 / APD
Der deutsche Bundespräsident Horst Köhler hat anlässlich der Übergabe der Wohlfahrtsbriefmarken 2010 im Berliner Schloss Bellevue die engagiertesten Verkäufer des "Portos mit Herz" ausgezeichnet. Darunter befand sich auch der 89-jährige Siebenten-Tags-Adventist Hans Birkel aus Heitersheim (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald). Der Senior verkauft trotz einer Gehbehinderung seit 14 Jahren diese Briefmarken, deren Aufpreis sozialen Zwecken dient, von Tür zu Tür. Bisher hat er für insgesamt 62.000 Euro Postwertzeichen verkauft.
Auch sonst ist Hans Birkel mit Spendenlisten unterwegs. Seit 1973 sammelt er jedes Jahr für den Paritätischen Wohlfahrtsverband (DPWV), zu deren Mitgliedern das Advent-Wohlfahrtswerk (AWW) der Siebenten-Tags-Adventisten gehört. Dadurch kamen 127.000 Euro für einen guten Zweck zusammen. Auch bei der jährlichen Landessammlung für die Adventmission ist der heute 89-Jährige seit Jahren unterwegs. Das Ergebnis: 95.500 Euro für Sozialprojekte in der sogenannten "Dritten Welt". 1995 hatten er und seine Frau die Idee, ihren "Stammkunden" als Dankeschön ein Geschenk zu geben. Seitdem kocht Ehefrau Renate Marmelade ein. Ihr Ehemann verschenkt seitdem jedes Jahr bis zu 1.300 Marmeladengläser an seine regelmässigen Abnehmer von Wohlfahrtsmarken und treuen Spender.
Die Wohlfahrtsmarken 2010 mit den Motiven Apfel, Erdbeere, Zitrone und Heidelbeere sind erstmalig mit dem entsprechenden Duft ausgestattet, der sich beim Rubbeln entfaltet. Die vier Marken gibt es für 45, 55 und 145 Cent mit Zuschlägen zwischen 0,20 und 0,55 Euro. Aus den Zuschlagserlösen werden alle Bereiche der Wohlfahrtsverbände gefördert. Schwerpunkte sind die Jugend-, Alten- und Behindertenhilfe, die Gesundheits- und Familienhilfe sowie soziale Massnahmen für Arbeitslose, Flüchtlinge und Suchtkranke. Die Sonderbriefmarken sind bei allen Postfilialen, Vertriebsstellen der Freien Wohlfahrtspflege und beim Advent-Wohlfahrtswerk e.V., Hildesheimer Strasse 426, D-30519 Hannover, Telefon 0049 (0)511 971 77-300, Telefax 0049 (0)511 971 77-399, E-Mail: mail@aww.info erhältlich.
Die Rezeption der Wittenberger Reformation in den Freikirchen 
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Erzhausen/Deutschland, 24.02.2010 / APD
Zur Frühjahrstagung mit dem Thema "Die Rezeption der Wittenberger Reformation in den Freikirchen" lädt der Verein für Freikirchenforschung (VFF) vom 19. bis 20. März ins Schloss Mansfeld ein, dem Kindheitsort von Martin Luther. Zunächst wird gefragt, wie Luther selbst sich zu Gruppen verhielt, die er oder andere als "Schwärmer" bezeichneten. Weitere Vorträge untersuchen die Wirkungsgeschichte des Reformators, seiner Theologie und seiner Lieder in den Freikirchen bis hin zum Quäkertum. Ausserdem werden die Dialoge der Mennoniten mit der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und der lutherisch-baptistische Dialog zum Taufverständnis dargestellt. Weitere Informationen sind im Internet unter www.freikirchenforschung.de zu finden.
Ökumene
Ökumenischer Patriarch Bartholomaios I. wird 70 
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Istanbul/Türkei, 24.02.2010 / APD
Der Ökumenischer Patriarch von Konstantinopel Bartholomaios I. und gleichzeitig Primas der Weltorthodoxie, wird Ende Februar 70 Jahre alt. Sein Geburtsdatum fällt auf den Schalttag (29. Februar) des Jahres 1940. Im Jahre 1991 wurde er als 270. Nachfolger des Apostels Andreas zum Patriarchen von Konstantinopel gewählt.
Geboren wurde Bartholomaios I. mit dem bürgerlichen Namen Dimitrios Archondonis im früher griechischsprachigen Dorf Zeytinli Köyü (Aghios Theodoros) auf der seit 1923 türkischen Ägäisinsel Gökceada (Imbros). Er studierte an der Theologischen Hochschule des Ökumenischen Patriarchats auf der Insel Heybeli (Chalki) im Marmarameer, die 1971 von den türkischen Behörden geschlossen wurde. Der Patriarch bemüht sich seit Jahren ergebnislos um deren Wiedereröffnung. Seine Studien setzte er in Italien, der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und Griechenland fort. In Rom erwarb er das Doktorat am Päpstlichen Orientalischen Institut der Gregoriana.
Als weltweit anerkannter Theologe und Ökumeniker setzt sich Bartholomaios I. für die Einheit der Weltorthodoxie ein und fördert den ökumenischen wie den interreligiösen Dialog. Mehrmals kam der Patriarch den Vatikan; Papst Benedikt XVI. besuchte ihn 2006 an seinem Amtssitz, dem Istanbuler Phanar. Für sein ökologisches Engagement findet Bartholomaios I. grosse Anerkennung und brachte ihm den Ehrennamen "Grüner Patriarch" ein.
Bartholomaios I. ist bemüht, die Präsenz des Ökumenischen Patriarchats in Istanbul zu erhalten und zu festigen. Sie wird von unterschiedlichen Strömungen in der Türkei - kemalistischen, nationalistischen und islamistischen - immer wieder in Frage gestellt.
Konservative Anglikanerbewegung in den USA ist «keine Kirche» 
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London/Grossbritannien, 24.02.2010 / APD
Die Anglikanische Kirche von England (Church of England) will eine konservative Sammelbewegung, die sich von der anglikanischen Struktur in den USA abspalteten, vorerst nicht als eigene Kirche anerkennen. Einen entsprechenden Beschluss fassten die Delegierten am 10. Februar an ihrer Generalsynode in London.
Man erkenne zwar den Wunsch der neuen "Anglican Church in North America" (ACNA) an, als Teil der anglikanischen Weltgemeinschaft anerkannt zu werden. Vorher seien jedoch noch weitere Abklärungen nötig. Die ACNA hatte sich im vergangenen Sommer aus Protest gegen liberale Tendenzen gegründet.
Derzeit gebe es noch keine gefestigte Grundlage für eine volle Kirchengemeinschaft, erklärten Synodenbeobachter. Mit dem Beschluss, Sondierungsgespräche zu führen, folgte das höchste Leitungsgremium der Church of England einem Vorschlag des Bischofs von Bristol, Michael Hill. Der Erzbischof von Canterbury und Ehrenprimas der Anglikaner, Rowan Williams, soll auf der Synode im nächsten Jahr über Fortschritte in der Sache berichten.
Konservative Anglikaner in den USA hatten im Sommer 2009 die "Anglican Church in North America" (ACNA) gegründet. Sie versteht sich nach eigenen Angaben als Alternative zur amerikanischen anglikanischen Kirche, der "Episcopal Church in the USA" (ECUSA). Die ACNA strebt eine Anerkennung durch die anglikanische Weltgemeinschaft an.
Die Anglikanische Weltgemeinschaft (Anglican World Communion) wird seit Jahren von einem innerkirchlichen Streit um ihren Kurs erschüttert. Dabei sind der liberale und der konservative Flügel der Gemeinschaft etwa uneins über die Zulassung von Frauen und Homosexuellen zum Priester- und Bischofsamt.
Weltweit zählt die Anglikanische Kirchengemeinschaft etwa 80 Millionen Christen, davon etwa 42 Millionen im Vereinigten Königreich (grösstenteils in England (Church of England), da die selbständigen anglikanischen Landeskirchen in Schottland und Wales weder Staatskirchen sind, noch die Mehrheit der Bevölkerung zu ihren Mitgliedern zählt). Die Church of England ist besonders in englischsprachigen Gebieten und in Gebieten des Commonwealth of Nations vertreten. Die Anglikanische Kirchengemeinschaft ist Mitglied im Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) und steht darüber hinaus durch gegenseitige Anerkennung in Kirchengemeinschaft mit den Altkatholischen Kirchen der Utrechter Union und der indischen Mar-Thoma-Kirche.
Weltgebetstag der Frauen mit Liturgie aus Kamerun 
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Mainz/Deutschland, 24.02.2010 / APD
"Alles, was Atem hat, lobe Gott" lautet das Thema des diesjährigen Weltgebetstages der Frauen, der am Freitag, dem 5. März, stattfindet. Die Anleitung zum Gebet wurde diesmal von Christinnen aus Kamerun erstellt. Das afrikanische Land ist reich an Bodenschätzen, dennoch lebt ein grosser Teil der jungen Bevölkerung (45 Prozent unter 15 Jahren) in Armut. Die Korruption zieht sich durch den Alltag. Die Landwirtschaft und der Handel mit Arbeitsbedingungen ohne jegliche soziale Absicherung bestimmen das Leben in Kamerun. Trotz dieser Schwierigkeiten weisen die Kamerunerinnen in ihrer Gottesdienstordnung darauf hin, dass es immer, gerade auch in schweren Zeiten, hilfreich und bestärkend sei, Gott zu loben. Für viele Menschen in Deutschland ist das eine neue und ungewöhnliche Sichtweise, von der sie sich inspirieren lassen können.
Zum Weltgebetstag gibt es neben einer Arbeitshilfe ein vierfarbiges Heft mit "Bausteinen" zum Kindergottesdienst und zur Jugendarbeit sowie ein 300-seitiges Arbeitsbuch mit Informationen über Kamerun, Tipps zur Gottesdienstgestaltung, Ideen zur Vor- und Nacharbeit sowie Beispiele für die Verwendung der Kollekte. Seit 1975 hat das Deutsche Weltgebetstagskomitee 96 Projekte für Frauen in Kamerun mit rund 1,12 Millionen Euro unterstützt. Die Kollekteeinnahmen aus Weltgebetstagsgottesdiensten betrugen 2009 rund 2,8 Millionen Euro. Gefördert wurden im gleichen Jahr 128 Selbsthilfeprojekte für Frauen in 48 Ländern mit insgesamt ebenfalls 2,8 Millionen Euro.
"Angesichts der Erdbebenkatastrophe in Haiti verbinden wir uns in Handeln und Beten mit den Menschen dort", sagte Petra Heilig, Geschäftsführerin und theologische Referentin des Deutschen Weltgebetstagskomitees anlässlich einer Pressekonferenz zum Weltgebetstag (WTG) 2010 in Mainz. Der Weltgebetstag werde in Haiti vor allem mittelfristige Projekte unterstützen, da nach der ersten Welle der Hilfsbereitschaft die Unterstützung für Katastrophenregionen erfahrungsgemäss nachlasse. Viele Weltgebetstagsfeiernde aus Deutschland hätten sich beim Deutschen WGT-Komitee erkundigt, wie sie die Menschen in Haiti, das 1996 Weltgebetstagsland war, unterstützen könnten. "Dieses Engagement zeigt deutlich, dass der Weltgebetstag eine internationale Bewegung ist“, so Petra Heilig, „er steht für weltweite Solidarität und den Austausch von Gaben über Grenzen hinweg."
Der in über 170 Ländern stattfindende Weltgebetstag geht auf das Jahr 1887 in Nordamerika zurück und wird seit 1949 auch in Deutschland von evangelischen, katholischen, orthodoxen und freikirchlichen Frauen begangen. Allein in Deutschland beteiligen sich jedes Jahr rund eine Million Frauen, Männer und Kinder an den Gottesdiensten.
Ökumenischer Kirchentag
2. Ökumenischer Kirchentag schreibt Ökumene-Preis aus 
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München/Deutschland, 24.02.2010 / APD
Für neue, zukunftsweisende ökumenische Projekte schreibt der 2. Ökumenische Kirchentag (2. ÖKT) den "Ökumene-innovativ-Preis" aus. Die Auszeichnung wird an diejenige ökumenische Initiative verliehen, die originelle und innovative Wege geht, um ein Zeichen für die Einheit der Christen zu setzen. Bewerben können sich Gruppen, Pfarr- und Kirchengemeinden, die sich aus mindestens zwei unterschiedlichen Konfessionen zusammensetzen. Das Projekt soll Auswirkungen auf die Kirchengemeinden, die Gesellschaft am Ort oder die Region haben und so einen Beitrag dazu leisten, den in der "Charta oecumenica" beschriebenen Weg zur Einheit der Christen weiterzugehen.
Die Siegerehrung findet im Rahmen einer Abendveranstaltung des 2. ÖKT am 13. Mai in München statt. Fünf vorausgewählte Projekte dürfen sich dem Publikum präsentieren, das über die Vergabe des Preises abstimmt. Alle Vertreterinnen und Vertreter der fünf Projekte erhalten eine kostenlose Dauerkarte für den 2. ÖKT (12. bis 16. Mai 2010). Dem Gewinner werden zudem zwei prominente Gäste aus der Ökumene vermittelt, um am Heimatort des Projektes einen Ökumene-Tag durchzuführen.
Der Bewerbungsbogen steht im Internet unter www.oekt.de/oekumenepreis zur Verfügung. Bewerbungsschluss ist der 12. März.
Freiwillige Helfer für den 2. Ökumenischen Kirchentag gesucht 
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München/Deutschland, 24.02.2010 / APD
Die Veranstalter des 2. Ökumenischen Kirchentages (2. ÖKT) in München suchen 6.000 freiwillige Helferinnen und Helfer für den organisatorischen Ablauf. Bei dem grossen Christentreffen vom 12. bis 16. Mai werden weit über 100.000 Dauerteilnehmer in der bayerischen Landeshauptstadt erwartet, die an den fünf Veranstaltungstagen aus rund 3.000 Programmangeboten wählen können. Ohne ehrenamtliche Helfer wäre die Durchführung der Grossveranstaltung nicht denkbar: Sie helfen bei Auf- und Abbauarbeiten, sind als Fahrradkuriere unterwegs oder als Einlasskontrolleure, beim Ordnungsdienst und an Infoständen im Einsatz.
Melden können sich Einzelpersonen und Gruppen: Einzelhelfer bekommen hauptsächlich Aufgaben, die sie alleine, zu zweit oder in kleinen Teams übernehmen können. So dolmetschen sie zum Beispiel für ausländische Gäste oder begleiten Menschen mit Behinderung. Gruppen von fünf bis 100 Personen werden, wenn möglich, gemeinsam für einen Einsatzort eingeteilt. Da bei vielen Aufgaben gute Ortskenntnisse erforderlich sind, werden mindestens 600 Helfer aus dem Raum München gesucht. Mitmachen können Jugendliche in Gruppen ab 16 Jahren; die jeweiligen Gruppenleiter und Einzelhelfer müssen volljährig sein. Anmeldeschluss ist der 1. März.
Bezahlt wird der Einsatz nicht. Alle Helfer erhalten jedoch eine kostenlose Unterkunft in einem Gemeinschaftsquartier, volle Verpflegung, freie Fahrt im öffentlichen Nahverkehr und freien Eintritt zu allen Veranstaltungen des 2. ÖKT. Anmeldeunterlagen und Informationen gibt es unter: 2. Ökumenischer Kirchentag München, Bereich Helferdienste, Postfach 31 04 26, D- 80104 München, E-Mail: helfer@oekt.de Telefon 0049 [0]89 559997-220, -221, -222, Telefax 0049 [0]89 559997-229 oder im Internet unter www.helfen2010.de und www.oekt.de/helfen.
Kein Infostand der Neuapostolen beim 2. Ökumenischen Kirchentag 
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Zürich/Schweiz, 24.02.2010 / APD
Die offizielle Bewerbung der Neuapostolischen Kirche für einen eigenen Informationsstand beim 2. Ökumenischen Kirchentag 2010 in München ist vom Kirchentagsvorstand abgelehnt worden. Der Grund: Die Neuapostolische Kirche gehört nicht der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) an.
"Der Gemeinsame Vorstand des 2. Ökumenischen Kirchentages hat über die Bewerbungen zur Agora abschliessend beraten und entschieden", heisst es im Antwortschreiben des Kirchentagsbüros an Apostel Volker Kühnle. Dieser hatte als Vorsitzender der Projektgruppe Ökumene der Neuapostolischen Kirche eine offizielle Bewerbung für einen Informationsstand auf der Agora des Kirchentages eingereicht. Der Vorstand sei nach eingehender Beratung jedoch zu der Ansicht gelangt, dass der 2. Ökumenische Kirchentag nur von Kirchen aus dem Bereich der ACK gestaltet werden sollte.
"Ich finde die Entscheidung des Vorstandes sehr bedauerlich. Die Projektgruppe Ökumene wird jedoch als Besucher an einigen Veranstaltungen teilnehmen, wie wir das schon seit Jahren machen", äusserte Apostel Kühnle.
Mit etwa 385.000 Mitgliedern ist die Neuapostolische Kirche (NAK) die grösste christliche Sondergemeinschaft in Deutschland.
Der 2. Ökumenische Kirchentag findet vom 12. bis 16. Mai 2010 in München statt. Neben zahlreichen Veranstaltungen gibt es auch die sogenannte Agora, den Marktplatz, auf dem sich Initiativen, Gemeinden, Werke und Verbände aus ganz Deutschland vorstellen.
Catholica
Katholische Kirche zählt jetzt weltweit 1,166 Milliarden Mitglieder 
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Rom/Italien, 24.02.2010 / APD
Die römisch-katholische Kirche zählt heute weltweit 1,166 Milliarden Mitglieder, das sind 19 Millionen mehr als im Jahr zuvor. Prozentual erhöhte sich der Anteil der Katholiken an den zuletzt 6,7 Milliarden Erdenbewohnern von 17,33 auf 17,40 Prozent. Das geht aus dem Päpstlichen Jahrbuch 2010, dem "Annuario Pontificio", hervor.
Wie Kathpress berichtet sei auch die Zahl der katholischen Priester leicht angestiegen. Sie nahm von 405.178 im Jahr 2000 auf 408.024 in 2007 und 409.166 im Jahr 2008 zu. Dem Annuario zufolge lebten fast die Hälfte von ihnen in Europa (47,1 Prozent) und ein Drittel (30 Prozent) in Amerika. Nur 13,2 Prozent aller Priester sind in Afrika im Einsatz, 7,7 Prozent in Asien und 1,2 von Hundert in Ozeanien. Während jedoch die Zahl der katholischen Geistlichen in Europa und in den USA abnehme, steige sie in Afrika und Asien an. In Europa ging der Anteil in den vergangenen acht Jahren von 51,5 auf 47,1 Prozent zurück.
Rückläufig sei unterdessen die Zahl der Ordensfrauen. Im Jahr 2000 gab es 801.185 Schwestern, 2008 waren es 739.067. Dies entspricht einem Rückgang von 7,8 Prozent. Auch hier verzeichne man in Europa und Amerika einen Einbruch, während aus Asien (+21,2 Prozent) und Afrika (+16,4) steigende Zahlen gemeldet würden. Die Zahl der Seminaristen nahm im vergangenen Jahr von 115.9191 auf 117.024 zu.
«Heiligung des Sonntags ist unverzichtbar für jeden, der sich Christ nennt» 
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Linz/Österreich, 24.02.2010 / APD
Gegen die "Bedrohung des Sonntags" durch die "zunehmenden Begehrlichkeiten der Wirtschaft" wie auch durch die "vereinnahmenden Mechanismen der Freizeitindustrie" wendet sich der Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz in seinem diesjährigen Fastenhirtenbrief. "Ohne den Sonntag versinkt der Mensch in eine permanente Alltäglichkeit", warnt der Bischof in seinem Schreiben, das am 1. Fastensonntag, dem 21. Februar 2010, in allen oberösterreichischen Pfarren verlesen wurde.
Schwarz stellt den Sonntag als Tag der Ruhe und auch als Tag der christlichen Identität in den Mittelpunkt seines Festenhirtenbriefes. "Die Heiligung des Sonntags ist unverzichtbar für jeden, der sich Christ nennt. Das ist nicht zuerst eine Frage der Sonntagspflicht, sondern eine Frage der christlichen Identität", lauten die ersten Zeilen.
Der katholische Linzer Bischof beruft sich laut Kathpress auch auf Papst Benedikt XVI., nach dessen Worten auch Christen des dritten Jahrtausends "ohne Sonntag nicht leben können". Es brauche einen Tag, "der der Arbeit und der Ruhe Sinn gibt, der die Bedeutung der Schöpfung und der Erlösung vergegenwärtigt, der den Wert der Freiheit und des Dienstes am Nächsten zum Ausdruck bringt". Auch in ihrem wegweisenden Sozialhirtenbrief des Jahres 1990 hätten die österreichischen Bischöfe bereits die religiöse wie auch die gesellschaftliche Bedeutung des Sonntags hervorgehoben, erinnerte Schwarz.
Papst bekräftigt Unveräusserlichkeit der Menschwürde 
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Rom/Italien, 24.02.2010 / APD
Papst Benedikt XVI. hat die Unveräusserlichkeit der Menschenwürde und des Lebensrechts unterstrichen. Sie dürften niemals dem Belieben des Stärkeren unterworfen werden, sagte er am 13. Februar vor der Päpstlichen Akademie für das Leben.
Natürlich sei menschliches Leben verschiedenen Entwicklungsstufen unterworfen, sagte der Papst. Jedoch wäre die Einschätzung völlig verkehrt, es handle sich um leblose und manipulierbare Materie. Im Gegenteil sei menschlichen Leben vom ersten Beginn an ein menschlichen Wesen mit der ihm eigenen Würde.
Die Geschichte habe gezeigt, wie gefährlich und schädlich ein Staat sein könne, der Gesetze mit dem Anspruch erlässt, er sei selbst Quelle und Prinzip der Ethik, unterstrich der Papst. Die Akademie unter ihrem Präsidenten, Kurienerzbischof Rino Fisichella, diskutierte - laut Kathpress - bei ihrer Vollversammlung in Rom Fragen von Bioethik und Naturrecht.
Das Naturrecht bilde eine unerlässliche sittliche Grundlage für den Aufbau der menschlichen Gemeinschaft, führte der Papst aus.
Insbesondere müsse sie eine Grundlage für die Bioethik bilden. Ohne universale Prinzipien, die einen gemeinsamen Nenner für die gesamte Menschheit böten, drohe die Gefahr des Abgleitens in einen Relativismus auch in der Gesetzgebung. Das natürliche Sittengesetz "macht es möglich, diese Gefahr zu vermeiden; insbesondere bietet es dem Gesetzgeber die Garantie für einen echten Respekt gegenüber der Person wie gegenüber der gesamten Schöpfungsordnung".
Die kulturelle Auseinandersetzung zwischen dem Absolutheitsanspruch der Technik und der moralischen Verantwortung des Menschen spitze sich heute besonders in der Bioethik zu. Dort stehe die Möglichkeit einer ganzheitlichen menschlichen Entwicklung selbst auf dem Spiel.
Es handle sich um einen äusserst sensiblen Bereich, in dem sich die fundamentale Frage stelle, ob sich der Mensch selbst hervorgebracht habe oder ob er von Gott abhänge.
Die Menschenwürde findet nach Worten des Papstes ihr Fundament als unveräusserliches Recht "in jenem Gesetz, dass nicht von Menschenhand geschrieben ist, sondern dass vom Schöpfergott ins Herz des Menschen eingeschrieben ist". Ohne das grundlegende Prinzip der Menschenwürde wäre es schwer, eine Quelle für die Rechte der Person zu finden. Und es wäre unmöglich, zu einem ethischen Urteil über die Errungenschaften der Wissenschaften zu gelangen, die direkt das menschliche Leben betreffen.
Daher müsse man mit allen Nachdruck deutlich machen, dass Menschenwürde niemals nur an äussere Elemente wie wissenschaftlichen Fortschritt, Entwicklungsstufen des menschlichen Lebens oder an einen simplen Respekt vor Grenzsituationen gebunden ist. Der Respekt vor der Würde der menschlichen Person müsse "vollständig, total und ohne Einschränkungen" sein.
Religionsfreiheit
«Mosul ist zu einem Friedhof für Christen geworden» 
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Mosul/Irak, 24.02.2010 / APD
Die Situation der Christen im Nordirak spitzt sich zu. Der Erzbischof von Mosul, Amil Shamaaoun Nona, sagte gegenüber dem weltweiten katholischen Hilfswerk "Kirche in Not", wenn es so weitergehe wie in den vergangenen Tagen, würden bald alle Christen Mosul verlassen haben. Allein in der vergangenen Woche seien dort sechs Christen von Extremisten ermordet worden. Die Morde wären nach Aussage von Erzbischof Nona politisch motiviert gewesen und hätten die Vertreibung aller Christen aus der Stadt zum Ziel. Wer genau hinter den Anschlägen stecke, sei ihm nicht bekannt. Er vermutet aber, es handele sich um eine "politische Gruppierung, die einen Nutzen vom Verschwinden der Christen habe".
Die Stimmung unter seinen Gläubigen beschreibt der Erzbischof als blanke Panik. Ob bei der Arbeit, in der Schule oder zu Hause – nirgendwo seien Christen in Mosul vor Mordanschlägen sicher, sagte Nona. Unter diesen Umständen falle es jenen Menschen sehr schwer, noch in der Stadt zu bleiben. Von den fünftausend christlichen Familien, die noch im Jahr 2003 in der Stadt lebten, seien heute nur noch wenige geblieben. Täglich verliessen nach Aussage des Erzbischofs etwa ein Dutzend Familien Mosul.
Ein katholischer Geistliche in der mehrheitlich muslimischen Stadt, der anonym bleiben wollte, betonte: "Mosul ist zu einem Friedhof für Christen geworden."
Das Blutvergiessen werde nicht beendet, weil die Mörder völligstraffrei blieben und die Sicherheitskräfte nichts zum Schutz der Christen unternehmen würden, sagte der Priester. "Wir sind wehrlose Opfer. Man sieht den Schrecken in den Augen der christlichen Familien, die sich fragen: Wer wird der nächste sein?". Die Lage erinnere an eine gezielte ethnische Säuberung durch bestimmte Kräfte.
Grossrazzia bei Christen in Marokko 
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Amizmiz/Marokko, 24.02.2010 / APD
Mit einem Grossaufgebot durchsuchten Polizisten am 4. Februar das Haus eines Christen in der marokkanischen Kleinstadt Amizmiz, 55 Kilometer südlich von Marrakesch. Wie das Hilfswerk für verfolgte Christen "Open Doors" erfuhr, hatte sich dort gerade eine kleine Gruppe von Christen versammelt. 18 Marokkaner und ein US-amerikanischer Besucher seien verhaftet und zu Verhören auf die Polizeistation gebracht worden. Unter den Festgenommenen hätten sich auch fünf Kleinkinder im Alter zwischen sechs Monaten und vier Jahren befunden. Nach Razzien in Häusern von Christen im März und Dezember 2009 sei dies das dritte Mal, dass Treffen von Christen durch die Polizei beendet wurden. "Nach dem Verhör durften die marokkanischen Bürger wieder gehen." Der US-Amerikaner sei laut dem Hilfswerk zum Flughafen gebracht worden und hätte das Land verlassen müssen.
Der marokkanische, inzwischen freigelassene Gemeindeleiter, der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben möchte, habe "Open Doors" mitgeteilt, dass die Christen von der plötzlichen Hausdurchsuchung mit nahezu 60 Beamten in 15 Autos überrascht worden seien. "Es ist das erste Mal in der jüngeren Geschichte der Kirche in Marokko, dass Regierungsbehörden mit solch einem Grossaufgebot eine kleine Gruppe von Christen angehen." Er wisse von keinem derartigen Vorgehen selbst gegen fundamentalistische Muslime. Die Einsatzgruppe wäre von einem Oberst und zwei Hauptleuten geleitet worden. Zudem seien der Bezirkschef von Amizmiz und führende muslimische Geistliche dabei gewesen. Während des 14-stündigen Verhörs bis in die frühen Morgenstunden des 5. Februar hinein wären Fotos und Videoaufnahmen von den Verhafteten gemacht worden. Die Beamten hätten Bibeln, Liederbücher, zwei Laptops, ein Mobiltelefon und eine Digitalkamera beschlagnahmt. "Die kleinen Kinder, welche die 14-stündige Tortur aushalten mussten, sind wirkliche Helden", so der Gemeindeleiter.
Die "Maghreb Arabe Press" (MAP) veröffentlichte eine Erklärung des Innenministers. Demnach habe es der „ausländische Missionar auf eine Gruppe von 14 Marokkanern abgesehen, um den christlichen Glauben im Königreich zu verbreiten". Weiter hiess es, zu der Operation sei es nach Informationen über ein geheimes Treffen gekommen, bei dem Menschen zum Übertritt zum Christentum veranlasst werden sollten. Das würde den Glauben von Muslimen erschüttern und die Werte des Königreichs untergraben.
«Muslime in Ägypten haben Schweizer Minarettverbot akzeptiert» 
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München/Kairo, 24.02.2010 / APD
Die Volksentscheidung zum Minarettverbot in der Schweiz sei von den Muslimen in Ägypten ohne Widerspruch akzeptiert worden. Das sagte der Seelsorger für die deutschsprachigen Katholiken in Ägypten, Pfarrer Joachim Schroedel, im Gespräch mit dem weltweiten katholischen Hilfswerk "Kirche in Not". Es habe in Ägypten keinerlei Demonstrationen gegen das Verbot gegeben und die Muslime hätten die Entscheidung akzeptiert, ohne dass eine "negative Stimmung" gegen Christen aufgekommen wäre.
Entscheidend sei dabei gewesen, dass in der Schweiz nicht der Islam oder eine Moschee an sich verboten worden sei, sondern nur die Art der Umsetzung, betonte Schroedel. Ähnliches sei auch beim Kopftuch-Verbot an öffentlichen Einrichtungen und Schulen in Frankreich zu bemerken gewesen. Auch mit dieser Vorgabe hätten sich die Muslime in Ägypten ohne weiteres abgefunden.
Im interreligiösen Dialog sei es daher manchmal besser, klare Grenzen abzustecken und hinter der eigenen christlichen Identität zu stehen. Damit erreiche man auf lange Sicht mehr Akzeptanz bei den Muslimen als mit übertriebener Toleranz, so lange man "freundschaftlich die Hand zur Versöhnung ausgestreckt" lasse, hob Schroedel hervor.
ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-International (Adventist Development and Relief Agency) ist die weltweite Hilfsorganisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe. ADRA unterhält ein Netzwerk mit etwa 120 regionalen und nationalen ADRA-Büros. ADRA gewährt ihre Hilfe ohne Rücksicht auf politische und religiöse Anschauung oder ethnische Herkunft. ADRA Schweiz ist ein im Handelsregister eingetragener Verein und geniesst Steuerfreiheit. Adresse: ADRA Schweiz, La Briqueterie 201, 1745 Lentigny FR, Telefon (026) 477 00 45, Fax (026) 477 00 48. E-Mail: info@adra.ch. Web Site: http://www.adra.ch
Erdbeben in Haiti – es geht immer noch um Nothilfe 
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Petit Goave/Haiti, 24.02.2010 / APD
Petit Goave, etwa 60 Kilometer westlich von Port-au-Prince, war eine idyllische Stadt. Abseits des Trubels einer Hauptstadt, mit kleinen, farbenfrohen Häusern zwischen Palmen und einem türkisblauem Meer bietet sie die ideale Kulisse für einen Bildband. Das Erdbeben vom 12. Januar hat dieses Bild zerstört. Petit Goave gehört zu den drei am schwersten betroffenen Städten Haitis. Auch das Notre-Dame-Krankenhaus hat es getroffen. Ein Gebäudetrakt ist abbruchreif; starke Risse zeichnen sich an den Wänden ab.
Schnell kam medizinische Hilfe durch die deutsche Hilfsorganisation Cap Anamur, doch es fehlte an sauberem Trinkwasser. Daher stellte die Wasseraufbereitungsanlage der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland eine wichtige Ergänzung dar, um die Arbeit fortzuführen. Die leistungsfähige Anlage kann etwa 4000 Liter Trinkwasser pro Stunde liefern.
Dipl. Ing. Rainer Vollstädt, Mitarbeiter von ADRA Deutschland, konnte die Anlage einen Tag nach der Ankunft in Petit Goave in Betrieb nehmen. "Seitdem versorgen wir jeden Tag fast 4.000 Menschen mit erstklassigem Trinkwasser, das auf umweltschonende Weise hergestellt wird", freut sich der ADRA-Einsatzkoordinator Fritz Neuberg. "Schon beim Testlauf standen die ersten Menschen an. Innerhalb kurzer Zeit kamen weitere Patienten und Angehörige hinzu. Die Wasseraufbereitungsanlage sprach sich so schnell herum, dass sich die Nachbarn des Krankenhauses und danach sogar Menschen aus der weiteren Umgebung auf den Weg zum Krankenhaus machten."
Inzwischen werden mehrere kleine Behelfslager ebenfalls mit Wasser versorgt. "Das alles zeigt, dass es völlig verfrüht ist, hier von Wiederaufbau zu reden. Ohne Hilfe von aussen hätten diese Menschen überhaupt keine Chance, die katastrophale Situation zu bewältigen", betonte Neuberg.
Nahrung in entlegene Bergregionen Haitis 
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Port-au-Prince/Haiti, 24.02.2010 / APD
"Noch immer sind Tausende von Menschen von der Umwelt abgeschnitten und ohne jede Versorgung", berichtete Fritz Neuberg, der für die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland die Hilfsmassnahmen in Haiti koordiniert. "Von einem Abschluss der Nothilfe und dem Beginn eines Wiederaufbaus kann hier keine Rede sein. Bagger schaufeln die Strassen frei, versuchen Ruinenberge abzuräumen, noch immer hungern Menschen und leben unter freiem Himmel. Ärzte und medizinische Fachkräfte behandeln weiterhin wartende Patienten, die bisher keine Hilfe bekommen haben."
Besonders gross sei die Not auf der nach Westen reichenden Halbinsel mit der Stadt Leogane samt den dazwischen liegenden Ortschaften. Keine Beachtung hätten bisher die völlig von der Aussenwelt abgeschnittenen Bergdörfer gefunden. Sie seien erst durch Hubschrauber-Erkundungsflüge ausfindig gemacht worden.
ADRA-Mitarbeiter Neuberg habe eine Verbindung zwischen dem neu eingetroffenen Hubschrauber-Team von “Heli-Aviation", das von der Aktion "Ein Herz für Kinder" entsandt worden war, und den Helfern des Arbeiter-Samariter-Bundes hergestellt. "Schon nach kurzer Vorbereitungszeit startete die Maschine und brachte 300 Kilogramm Reis in ein abgelegenes Bergdorf, zu dem keine Strassen führen", so Neuberg.
"Schon beim Landeanflug strömten die Menschen herbei, wir konnten die Hilfsgüter kaum abladen, denn immer mehr sichtbar Hungernde umringten unsere Maschine. Es entstand ein Gerangel und jeder versuchte, einen Teil der Güter an sich zu reissen, um sofort zu verschwinden. Ohne Ordnungskräfte konnten wir die Situation nicht kontrollieren. Wir luden ab und mussten einfach starten, um uns selbst und die Maschine in Sicherheit zu bringen. Der Blick aus der Höhe auf die allein gelassenen Menschen machte mich sehr traurig", berichtete Neuberg.
Ein zweiter Flug sei zur Saintard Clinic, ein abgelegenes Krankenhaus nordwestlich von Port-au-Prince, gegangen. "Wir beluden den Helikopter mit Lebensmitteln und fanden dort eine friedliche Situation vor. Viele unbehandelte Patienten sassen geduldig vor der Klinik und die Übergabe der Hilfsgüter funktionierte geordnet. Die Menschen waren froh und dankbar und winkten uns lange nach, als wir vom Boden abhoben. Eine beachtliche Liste dringend benötigter Medikamente hatte mir ein leitender Arzt in die Hand gedrückt. Noch am gleichen Abend konnte ich die Liste an andere deutsche Hilfsorganisationen weitergeben und ich bin sicher, wenn wir alle weiter so gut zusammenarbeiten, können wir auch in dieser Situation schnelle und gezielte Hilfe leisten", freute sich Fritz Neuberg.
ADRA arbeitet im Aktionsbündnis "Deutschland Hilft" eng mit den Partnern aber auch mit anderen Hilfsorganisationen in sinnvoller Ergänzung zusammen, und dankt der Aktion "Ein Herz für Kinder" für die Entsendung des Hubschraubers, dessen Piloten schon die nächsten Hilfsflüge planen.
Haiti befürchtet bis zu 300.000 Tote und bittet um weitere Hilfen 
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Cancún/Mexiko, 24.02.2010 / APD
Haitis Präsident René Preval hat die internationale Gemeinschaft um weitere Hilfen für die Obdachlosen nach dem Erdbeben vom vergangenen Monat gebeten. "Bitte helfen sie den mehr als eine Million Haitianern, die Tag für Tag auf der Straße schlafen", sagte Preval am Rande eines internationalen Gipfeltreffens im mexikanischen Badeort Cancún. Die Zahl der Todesopfer nach der Katastrophe vom 12. Januar schätzte Preval auf 300.000. Offiziell bestätigt wurden bisher 217.000, doch werden noch viele Leichen unter den Ruinen eingestürzter Gebäude vermutet.
Mit biologischer Landwirtschaft Ernteertrag steigern 
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Kigali/Ruanda, 24.02.2010 / APD
Vertreter von 39 Kooperativen im Nyagatare Distrikt von Ruanda wurden in einem zweiwöchigen Seminar in biologischer Landwirtschaft unterwiesen. Den Praxiskurs mit 70 Teilnehmern führte die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA durch. Ziel sei es, so der ADRA-Projektmanager Martin Rutasigwa, auf natürliche Weise den Ernteertrag zu steigern. Das Hilfswerk habe derartige Schulungen auch in anderen Distrikten Ruandas durchgeführt.
Kirche und Staat
CSU-Politiker startet erstes Bürgerbegehren für EU-weiten Sonntagsschutz 
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Strassburg/Frankreich, 24.02.2010 / APD
Mit dem ersten europäischen Bürgerbegehren will der katholische deutsche CSU-Europaabgeordnete Martin Kastler (36) den Sonntag in der Europäischen Union (EU) als Ruhetag schützen. Wie die Nachrichtenagentur "idea" meldet hat er dazu am 10. Februar in Strassburg die Online-Kampagne "Sonntags gehören Mami und Papi uns! " gestartet. Befürworter seines Anliegens können sich online für das Bürgerbegehren registrieren. Der Vater von zwei Kindern begründet sein Anliegen unter anderem mit der Bedeutung eines freien Sonntags für Kinder.
Die Kinder bräuchten einen gemeinsamen Tag mit ihren Eltern. Falls es zur Umsetzung dieses Ziels käme, könnte Europa zur kinderfreundlichsten Region der Welt werden, so der Politiker. Zudem sei der arbeitsfreie Sonntag ein "tragendes Element des europäischen Sozialmodells und Teil des europäischen Kulturerbes", heisst es auf seiner Internetseite.
Grundlage für das Bürgerbegehren ist der Lissabon-Vertrag, der am 1. Dezember 2009 in Kraft getreten ist. Dieser gibt allen EU-Bürgern die Möglichkeit, eine Bürgerinitiative auf europäischer Ebene zu starten. Bislang ist aber noch unklar, wie viele Unterschriften aus wie vielen Ländern gesammelt werden müssen, damit die EU-Kommission im Sinne der Unterzeichner tätig wird. Über diese Frage wird noch beraten.
Kastler zufolge soll nach Abschluss dieses Prozesses der offizielle Startschuss für die erste europäische Bürgerinitiative fallen. Bis dahin wolle man "so viel öffentlichen Druck aufbauen, dass uns keiner mehr ignorieren kann". Vor einem Jahr war der Parlamentarier noch mit einer Initiative zum Schutz des arbeitsfreien Sonntags im Europaparlament gescheitert: Nur 261 der 736 Abgeordneten unterzeichneten eine entsprechende Erklärung.
Sein neues Vorhaben packt Kastler dennoch zuversichtlich an: "Hinter dem Sonntagsschutz können sich Menschen aus den unterschiedlichsten politischen und gesellschaftlichen Lagern versammeln. Deshalb ist jeder Einzelne und jede Organisation in ganz Europa herzlich eingeladen, das erste europäische Bürgerbegehren zu unterstützen." Nach Angaben seines Büros sind in 16 der 27 EU-Staaten die Geschäfte sonntags in der Regel geschlossen. In den anderen Ländern ist der Sonntagsverkauf, teils mit Einschränkungen, erlaubt.
Pastor Günther Machel (Ostfildern bei Stuttgart), Vorsitzender der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, sieht in der Thematisierung der "Kinderfreundlichkeit" zur Umsetzung des Sonntagsschutzes einen weiteren Versuch katholischer Kreise zur "sanften" Einführung einer EU-weiten "Sonntagsgesetzgebung".
Die 1974 in Kraft getretene "Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten" betone in Artikel 9 die Religionsfreiheit und verbinde damit ausdrücklich das Recht auf Religionsausübung (Gottesdienst, Unterricht, Praktizieren von Bräuchen und Riten) für alle Bürger. Dieses Freiheitsrecht dürfe nicht durch ein einseitiges "Sonntagsgesetz" eingeschränkt werden, betonte Machel. "Die Siebenten-Tags-Adventisten feiern ihren wöchentlichen Gottesdienst nicht am Sonntag, sondern am Samstag, dem biblischen Sabbat."
Gemäss der umfangreichen, transnationalen empirischen Langzeitstudie zu Werten und Einstellungen der Europäer, der so genannten "European Values Study" bezeichnen sich rund ein Drittel aller Europäer (einschliesslich der Nicht-EU-Staaten) als unreligiös. Ein Sonntags-Schutzgesetz wäre eine krasse Diskriminierung dieser Minderheit. Die Zahl der "den Sonntag als Ruhetag feiernden" Christen auf dem europäischen Kontinent beträgt nach Angaben der "World Christian Database" heute knapp 75 Prozent; für 2025 prognostizierte die Datenbankstelle rund 77%.
Europäisches Parlament: Türkei soll «wirkliche Reformen» der Religions-, Meinungs- und Glaubensfreiheit umsetzen 
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Strassburg/Frankreich, 24.02.2010 / APD
Das Europäisches Parlament (EP) in Strassburg bemängelte die "geringen Fortschritte" bei Reformen in der Türkei. Die Abgeordneten riefen am 10. Februar die Türkei dazu auf, grössere Anstrengungen zu unternehmen, um die EU-Kriterien für einen möglichen Beitritt zu erfüllen. Reformen seien besonders bei den Rechten von Frauen, dem Diskriminierungsverbot, der Religions-, Meinungs- und Glaubensfreiheit sowie beim Kampf gegen Folter und bei der Korruptionsbekämpfung nötig.
Das Europaparlament begrüsste, dass die Türkei in einen Dialog mit den Vertretern der Religionsgemeinschaften eingetreten sei. Dem müssten "wirkliche Reformen des Rechtsrahmens" folgen. Die Minderheitenreligionen müssten sich "ohne ungebührende Einschränkungen" betätigen können. Allen Religionsgemeinschaften solle deswegen die Rechtspersönlichkeit verliehen werden. Die Religionsgemeinschaften hätten noch immer Probleme mit ihrem Grundstücks- und Immobilieneigentum.
Nach Angaben von Kathpress zeigten die EU-Parlamentarier auch die Probleme des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel auf. Dieses sehe sich weiterhin Einschränkungen seiner rechtlichen Stellung und der Priesterausbildung ausgesetzt. Das orthodoxe Priesterseminar von Chalki müsse unverzüglich wieder eröffnet werden, forderten die Europaabgeordneten. Grundsätzlich müssten die Bedingungen "für die ungehinderte Ausbildung der Geistlichen christlicher Gemeinschaften in der Türkei" geschaffen werden.
Israel-Regierungsbericht: Antisemitismus auf höchstem Stand seit zehn Jahren 
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Jerusalem/Israel, 24.02.2010 / APD
Die Zahl antisemitischer Taten ist im vergangenen Jahr nach einem israelischen Regierungsbericht weltweit so hoch gewesen wie seit zehn Jahren nicht mehr. Allein in Frankreich, Grossbritannien und den USA seien 2009 mehr als 500 Fälle gezählt worden, heisst es in dem Bericht, der am 24. Januar bei der Sitzung des israelischen Kabinetts in Jerusalem vorgestellt wurde.
Eine der Ursachen für die Zunahme der Judenfeindlichkeit in aller Welt sei die israelische Offensive im Gazastreifen im Dezember 2008 und Januar 2009, stellt der Bericht fest. "Die extremistische Propaganda gegen Israel nach der Operation "Gegossenes Blei" hat den Zusammenschluss zwischen radikalen Islamisten und klassischen Antisemiten ermöglicht, der diese Welle des Antisemitismus in der Welt provoziert hat", heisst es in dem Bericht des Antisemitismus-Forschungszentrums der Universität von Tel Aviv, das seit Anfang der 90er Jahre antisemitische Taten in aller Welt zählt.
Nach Angaben des Militärrundfunks machte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu bei der Kabinettssitzung neben der Gaza-Offensive auch den Bericht der UN-Untersuchungskommission über die israelische Militäraktion, den sogenannten "Goldstone-Bericht", für die Zunahme des Antisemitismus verantwortlich. Die UN-Vollversammlung hatte den Goldstone-Bericht mit grosser Mehrheit angenommen, in dem der israelischen Armee und bewaffneten Palästinensergruppen Kriegsverbrechen und mögliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen werden. Die Frist für Israelis und Palästinenser, binnen drei Monaten "glaubwürdige" Untersuchungen zu möglichen Menschenrechtsverletzungen einzuleiten, läuft Ende Januar 2010 ab. Bei der dreiwöchigen Offensive waren mehr als 1400 Palästinenser getötet worden, unter ihnen viele Frauen und Kinder. Auf israelischer Seite kamen 13 Menschen ums Leben.
Registrierung der in Österreich lebenden Muslime angelaufen 
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Wien/Österreich,, 24.02.2010 / APD
In Österreich hat die Zählung der im Lande lebenden Muslime durch die Islamische Glaubensgemeinschaft (IGGiÖ) begonnen. Notwendig geworden ist sie durch die in diesem Jahr anstehenden Wahlen in der Glaubensvertretung.
Der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft, Anas Schakfeh, rechnet damit, dass sich einige 100.000 Anhänger des Islam in Österreich registrieren lassen werden. Die Zahl der heimischen Muslime wird auf etwa 400.000 geschätzt. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2001 haben sich 338.998 Personen zum Islam bekannt. Schätzungen des Innenministeriums gehen sogar von knapp 500.000 Muslimen in Österreich aus, die Registrierung soll endlich Klarheit schaffen. Möglich wurde diese Zählung durch eine neue Verfassung der IGGiÖ, die nach jahrelangem Hin und Her Anfang Dezember 2009 vom Kultusamt genehmigt worden war.
Nach Angaben der Agentur APA ist war bisher nur die Zahl der in der Glaubensgemeinschaft aktiven Mitglieder bekannt. Erstmals sollen nun auch Kinder vom ersten Lebensjahr an erfasst werden. In Zukunft soll es gemäss IGGiÖ ganz normal werden, dass jedes neugeborene Kind so wie beim Standesamt auch bei der Glaubensgemeinschaft gleich nach der Geburt registriert wird.
Wählen darf man die neue Vertretung allerdings erst ab dem 14. Lebensjahr, wenn man religiös mündig ist. Formulare für die Muslime-Zählung sind bereits im Internet auf der Website der Glaubensgemeinschaft abrufbar. Zudem wurden sie bereits bei den Büros der Religionsgemeinden und in den verschiedenen Moschee-Vereinen ausgeteilt. Wissen will die IGGiÖ neben persönlichen Angaben noch, in welchem Verein bzw. in welcher Moschee man Mitglied ist. Laut Sprecherin Carla Amina Baghajati sind schon einige Formulare ausgefüllt eingelangt. Eine Eintragung in eine Datenbank sei derzeit allerdings noch nicht möglich - das entsprechende Computerprogramm sei noch nicht betriebsbereit.
Die IGGiÖ macht bei der Eintragung auch auf die so genannte "Kultusumlage" (40 Euro im Jahr für Erwachsene über 16 Jahre, 20 Euro für Jugendliche zwischen 14 und 16) aufmerksam. Wer nach der Registrierung eine jährliche, steuerlich absetzbare Kultusumlage bezahlt gewinnt zusätzlich zum Anspruch auf alle Serviceleistungen der Islamischen Glaubensgemeinschaft das Wahlrecht. Damit kann über die zukünftige Zusammensetzung der Entscheidungsgremien der Islamischen Glaubensgemeinschaft mitbestimmt werden.
Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich gibt es seit 1979. Sie ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts. Muslime werden gegenüber dem Staat und der Öffentlichkeit in ihren religiösen Belangen von der Islamischen Glaubensgemeinschaft vertreten.
Der Islam wurde in Österreich bereits 1912 durch ein Islamgesetz staatlich anerkannt und somit anderen anerkannten Religionsgesellschaften gleichgestellt. Die frühe Anerkennung hängt geschichtlich mit der habsburgischen Annexion des damaligen mehrheitlich muslimischen Landes Bosnien zusammen, das bis 1918 Bestandteil der Österreichisch-Ungarischen Monarchie war.
Personen
Französische Post ehrt Abbe Pierre 
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Paris/Frankreich, 24.02.2010 / APD
Die französische Post ehrt den als "Vater der Obdachlosen" bekannten Ordensmann Abbe Pierre (1912-2007) mit einer Sonderbriefmarke. Die seit dem 23. Januar in den Postämtern erhältliche Marke mit dem Nennwert von 56 Cent erinnert an den Tod des katholischen Ordensmannes vor genau drei Jahren. Es sei sehr ungewöhnlich, dass ein Verstorbener schon so kurz nach seinem Tod mit einer Briefmarke gewürdigt werde, zitierten französische Zeitungen die Philatelie-Direktorin der französischen Post, Francoise Eslinger.
Laut den Zeitungsberichten nutzt die von Abbe Pierre gegründete Emmaus-Stiftung die Herausgabe der Marke zu einer Postkartenaktion an Premierminister Francois Fillon. Der Staat solle Unterkünfte für Obdachlose schaffen und ein würdiges Aufnahmezentrum für afghanische Flüchtlinge einrichten, so die Forderung auf der Karte.
Abbe Pierre (eigentlich Henri Antoine Groues) war seit den 1950er Jahren einer der bekanntesten Vorkämpfer gegen soziale Ausgrenzung in Frankreich. Die Emmaus-Bewegung ist heute in mehr als 30 Ländern mit weit über 300 Gemeinschaften vertreten.
Medien
100 Jahre Evangelischer Pressedienst (epd) 
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Frankfurt am Main/Deutschland, 24.02.2010 / APD
Am 3. Februar feierte der Evangelische Pressedienst (epd) mit rund 300 Gästen aus Kirche, Politik und Medien sein 100-jähriges Bestehen. Der epd ist die älteste der heute bestehenden deutschen Nachrichtenagenturen.
Der vor 100 Jahren gegründete Evangelische Pressedienst (epd) ist eine unabhängig arbeitende Nachrichtenagentur, die von der evangelischen Kirche getragen wird. Rund 80 fest angestellte Redakteure in mehr als 30 deutschen Städten recherchieren und schreiben für den epd. Der epd unterhält Korrespondentenbüros in Berlin, Brüssel und Genf. Hinzu kommen freie Korrespondenten auf allen fünf Kontinenten.
Die Zentralredaktion hat ihren Sitz in Frankfurt am Main, die acht Landesdienste decken alle Regionen in Deutschland ab. Die Träger der Zentralredaktion und der Landesdienste sind bundesweit in der epd-Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen.
Impressum 
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Nachrichtenagentur APD |
Herbert Bodenmann (verantwortlich) |
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Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig zählt sie 16,3 Millionen erwachsene Mitglieder und mehr als 30 Millionen Gottesdienstbesucher in 203 Staaten der Erde. In der Schweiz sind 4.324 Mitglieder in 51 Gemeinden und 5 Gruppen organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel.

